Neanderthal-Museum

Auf den Spuren der frühen Menschheitsgeschichte: Exkursion ins Neanderthal-Museum (31.1.2015)

Die Schülerinnen und Schüler der beiden Biologie-Leistungskurse der Jahrgangsstufe Q2 machten sich am 15.01.2015 zusammen mit ihren Lehrern Frau Stegmaier und Herrn Rath auf den Weg in das Neanderthal-Museum, den Spuren unserer stammesgeschichtlichen Verwandten an den Ort folgend, an dem über einen Zeitraum von ca. 170.000 Jahren der Neanderthaler (Homo sapiens neanderthalensis) lebte. Fachlich fundiert führten Mitarbeiter des Museums zwei Gruppen junger Biologen durch Millionen Jahre der Menschheitsgeschichte. Im Zentrum der Betrachtung stand an diesem historischen Ort der Neanderthaler-Mensch, benannt nach dem felsdurchklüfteten Neandertal in der Nähe von Düsseldorf, wo Bergarbeiter im Jahr 1865 die ersten fossilen Knochen des Neanderthalers fanden. Ein Fund, der damals zu kontroversen Diskussionen führte und zunächst als krankheitsbedingt deformierte, aber normale menschliche Knochen gewertet wurde. Erst Jahrzehnte später wurde der Fund als das anerkannt, was er tatsächlich ist: fossile Überreste einer Menschenform mit kräftigen Knochen, starken Überaugenwülsten und einer durchschnittlichen Körpergröße von 165 cm. Gut angepasst an eiszeitliches Klima verlieren sich die Spuren des Neanderthalers vor ca. 27 000 Jahren. Die verspätete Rehabilitation des Fundes ließ das Neandertal und seine Fundstätten zu einem Zentrum der weltweiten Homininenforschung avancieren.

Immer noch ist die tatsächliche Einordnung des Neanderthaler-Menschen in das verwandtschaftliche Geflecht der Gattung Homo ein hitzig diskutiertes Thema, ein Aspekt, den die Schülerinnen und Schüler immer wieder vor Augen geführt bekamen.
In der sogenannten Steinzeitwerkstatt durften sie dann auch selber erleben, wie komplex die Einordnung von fossilen Fundstücken in den stammesgeschichtlichen Zusammenhang ist, vor allem, wenn nur Fragmente oder unvollständige Schädel zur Verfügung stehen. Die Paläoanthropologie als detektivisches Puzzle erleben zu können, war sicherlich der Höhepunkt der Exkursion für alle Beteiligten und eine lehrreiche Erweiterung zu den schulischen Inhalten.

St.-Ursula auf den Spuren des Neanderthalers (3.2.2014)

Am 15.01.2014 und am 16.01.2014 besuchten wir, die Biologie-Grundkurse und der Biologie-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 (Q2), jeweils am Nachmittag das Neanderthal Museum in Mettmann, um mehr über die Neanderthaler und über die aktuellen Erkenntnisse zur Evolution des Menschen zu erfahren.

Die Fachführungen im Museum begannen mit dem berühmten Neanderthaler-Fund aus dem Jahr 1856, einem fast vollständig erhaltenen Skelett eines 40- bis 50-jährigen Mannes, der vor 42.000 bis 40.000 Jahren hier gelebt hat. An rieselnden Sandkörnern wurde uns dann sehr anschaulich die zeitliche Dimension der Menschheitsentwicklung demonstriert. Über unsere Ahnenreihe, naturgetreue und lebensechte Nachbildungen einzelner Vertreter der Gattung Homo, gelangten wir zum fossilen Abguss des Turkana-Boys, an dessen Skelett uns die durch den aufrechten Gang bedingten Veränderungen erklärt wurden. Dabei wurden wir recht wohlwollend von einem auf den ersten Blick sehr lebendig erscheinenden Herrn im grauen Anzug beobachtet, der sich auf den zweiten Blick allerdings als modern gekleideter Neanderthaler entpuppte, eine gelungene Methode, um die Ähnlichkeit zwischen den Neanderthalern und uns Jetztmenschen zu demonstrieren. Die Vorstellung des Stammbaums der Menschheit machte uns deutlich, dass die Evolution des Menschen nicht geradlinig verlief, sondern aus einem „Zickzackkurs“ von Entwicklungslinien besteht. Weitere Themenbereiche, die uns an entsprechenden Exponaten erläutert wurden, waren die Sprach- und Gehirnentwicklung der Neanderthaler und ihre Werkzeugtechnologien. Die Frage ihres Verschwindens vor ca. 30.000 Jahren wurde anhand verschiedener Hypothesen diskutiert. Nach neuesten Untersuchungen tragen wir Jetztmenschen mit Ausnahme der Schwarzafrikaner 1 – 4% Neanderthaler-Gene in uns. Sie sind also nicht vollständig verschwunden.

Wir vom Leistungskurs besuchten anschließend die Steinzeitwerkstatt des Museums, wo wir selbst tätig werden konnten: Wir untersuchten naturgetreue und handwerklich aufwändig hergestellten Abgüsse fossiler Schädel, die wir nur mit Handschuhen anfassen durften, und erarbeiteten uns die Tendenzen der Menschheitsentwicklung. Unterstützt wurden wir dabei von Herrn Hildebrandt, einem studierten Archäologen, der uns professionell und äußerst engagiert die Kriterien zur Einordnung dieser Schädel erläuterte.

Trotz der späten Rückkehr und somit eines langen Unterrichtstages waren wir und auch die uns begleitenden Lehrkräfte sich einig:

Es hat sich gelohnt!

Das Neanderthal Museum wurde im Oktober 1996 eingeweiht. Durch Inszenierun-gen, künstlerische Installationen und dramaturgisch aufgearbeitete Hörerlebnisse vermittelt es auf eine ganz neue, sehr ansprechende Art und Weise nicht nur Wissen,
sondern regt die Besucher zum Nachdenken und Verweilen an. Die Ausstellung begeistert ein breites Publikum für das Thema der Humanevolution und übt eine große Faszination aus.

Wir danken dem Förderverein unserer Schule für die finanzielle Unterstützung dieses außerschulischen Unterrichtsangebotes.

Kölner Zoo und Neandertal Museum – zwei außerschulische Lernorte

Kölner Zoo und Neandertal 3Als Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Zentralabitur boten die Zooschule Köln und das Neandertal Museum in Mettmann im Herbst 2010 gemeinsam eine Lehrerfortbildung zum Thema Evolution des Menschen an. Leitziel dieser Veranstaltung war es, Trends in der Primatenevolution entsprechend den Zentralabiturbedingungen zu erfassen. In diesem Projektsollen sich Schülerinnen und Schüler selbständig und methodisch variabel die nötigen Sachverhalte aneignen.

Da ich mich für den Kölner Zoo und das Neandertal Museum immer wieder begeistern kann und ich stets auf der Suche nach geeigneten außerschulischen Lernorten bin, entschloss ich mich zur Teilnahme, ………… und die Veranstalter hatten nicht zu viel versprochen.

Diese Lernangebote waren genau das Richtige für meinen Leistungskurs Biologie der Jahrgangsstufe 13!

So machten wir uns am 17. November 2011 früh um 8.00 Uhr auf den Weg in den Kölner Zoo und verbrachten einen lehr- und abwechslungsreichen Unterrichtstag in der Zooschule:

Nach einem gemeinsamen Rundgang, der der Vorstellung der verschiedenen Primatenarten diente, schlossen sich mehrere Erarbeitungsphasen an, in denen die Schülerinnen und Schüler in kleinen Gruppen selbständig Beobachtungen an Halbaffen, Neuweltaffen, Altweltaffen und Menschenaffen durchführten. Die Ergebnisse ließen deutliche Trends in der Primatenevolution erkennen, anhand derer ein Modellstammbaum der Primaten erarbeitet werden konnte.

Einige Wochen später, am 12. Januar 2011, folgte der 2. Teil der Veranstaltung im Neandertal Museum in Mettmann. Auch hier erwartete uns ein kompaktes Programm beginnend um 14.00 Uhr mit einer ausgedehnten Fachführung durch das Museum, an die sich sofort in der Steinzeitwerkstatt der Workshop „Humanfossilien“ anschloss. Anhand der Schädelabgüsse bedeutender Humanfossilien, die nur mit weißen Handschuhen angefasst werden durften, wurde die Menschheitsentwicklung exemplarisch nachvollzogen. Dank der engagierten Führung und Moderation eines Diplom-Archäologen, der unsere vielen Fragen umfassend und kompetent beantwortete, blieben die Schülerinnen und Schüler bis in den Abend hinein konzentriert bei der Sache.

Am nächsten Tag gaben mir meine Schülerinnen und Schüler recht:

„Kölner Zoo und Neandertal Museum – zwei höchst interessante außerschulische Lernorte“

Kölner Zoo und Neandertal 1

im Kölner Zoo: Schülerinnen beim Recherchieren