MINT-Projekt EF

In der Pädagogischen Woche, einer jährlich an unserer Schule vor den Herbstferien für alle Jahrgangsstufen stattfindenden Projektwoche, können die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10) aus einem breiten Kursangebot der MINT-Fächer Kurse auswählen, die auch in Zusammenarbeit mit der Helios-Klinik Attendorn (ehemals St. Barbara-Krankenhaus) und weiteren externen Experten durchgeführt werden. Beispielsweise erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler die theoretischen Grundlagen für radiologische Verfahren gemeinsam mit ihren Physiklehrerinnen bzw. -lehrern, deren praktische Anwendung dann im Krankenhaus von Fachkräften ausführlich demonstriert wird.

Kursangebote 

Anwendung des Röntgenlichts

Es werden physikalische Grundlagen zur Röntgenstrahlung erarbeitet, deren Anwendung anschließend im St.-Barbara-Krankenhaus veranschaulicht wird.

Drogerie war gestern – wir stellen unsere Kosmetik selbst her

Synthese von Seife, Handcreme, Lippenpflegestift, Shampoo und Styling-Gel

Faszination Mikroskop

Präparate anfertigen, mikroskopieren, zeichnen: Unter die „Lupe“ kommen Pflanzen und Tiere, also Lebewesen aus dem Tümpel von der Schraubenalge bis zum Pantoffeltierchen. Auch für fortgeschrittene Mikroskopierer ist etwas dabei!

Fit in Mathematik

Ausgesuchte Themen aus der Jahrgangsstufe 7 bis 9 zum Selbstauswählen

Herz ist Trumpf

Wissenswertes rund um das zentrale Themengebiet „Blut – Blutkreislauf – Herz“

Schwerpunkte sind Blutkreislauf und Blutgefäße, Bau und Funktion des Herzens, Blutdruck und Pulsmessung.

Unterstützt wird das Projekt durch einen Besuch im St.-Barbara-Krankenhaus, wo wir durch Ärzte eine Einführung in das spannende Thema „Herzkrank, was nun?“ erhalten.

Hormone in Wallung

Wir beschäftigen uns mit der Wirkungsweise von Hormonen am Beispiel der Schilddrüse. Im St.-Barbara-Krankenhaus informieren uns Ärzte genauer zum Thema und demonstrieren uns eine Sonographie der Schilddrüse. Freiwillige vor!

Hygiene – was ist das? Den Bakterien auf der Spur!

Wir arbeiten mikrobiologisch, d.h. wir stellen Nährböden für das Wachstum von Mikroorganismen her, die wir verschiedenen Orten des Schulgebäudes entnehmen. Wir vergleichen und analysieren das Ergebnis aus hygienischer Sicht unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften. Wir besuchen die Hygieneabteilung des St.-Barbara-Krankenhauses, wo uns eine Hygienefachkraft einen Einblick in die Aufgaben und Probleme der Krankenhaushygiene gibt und uns das Berufsbild des Hygienikers vorstellt.

Roboter bauen und programmieren mit dem Lego Mindstorms NXT 2.0 System

Wir bauen einfache Roboter zusammen, programmieren diese mit einer intuitiven Software, lernen die physikalischen Grundlagen der Sensortechnik kennen, erfahren, weshalb Mathematik so wichtig ist und dass man sich auf spielerische Weise für das Thema „Roboter“ begeistern kann.

Erste-Hilfe-Training

Hier werden wichtige Erste-Hilfe-Kenntnisse vermittelt und geübt. Das Training endet mit einer Bescheinigung über die absolvierten Stunden.

 

MINT-Projekt im Schuljahr 2018/19

Im EF-Projekt 2018 beschäftigten sich wie in jedem Jahr alle Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshops mit Inhalten rund um MINT. In diesem Jahr waren es 135 Personen, die auf insgesamt 10 Wahlschienen verteilt wurden. 
Sehr gerne angewählt wurden dabei wie in jedem Jahr die medizinisch orientierten Angebote, die von der langjährigen, von Frau Sangermann koordinierten Kooperation mit der Helios-Klinik in Attendorn profitierten. Eingebunden in die Workshops zu den Themen Orthopädie, Kardiologie, Hygiene, Chirurgie, Verdauungssystem und Röntgen, die von Frau Michels, Frau Schröter, Frau Sangermann und Herrn Gottschlich geplant und geleitet wurden, konnten die Schülergruppen das nahe gelegene Krankenhaus besuchen und wurden in den entsprechenden Abteilungen von Ärzten und anderem Fachpersonal professionell informiert. Erstmalig war auch der Physiotherapeut Herr Ende von der Praxis für Physiotherapie Elithera mit im Boot, und für den „Verdau-dich-schlau“-Workshop konnten sowohl die Heilpraktikerin Frau Laufenberg als auch die Medizinstudentin Judith Laufenberg gewonnen werden, die sowohl fachinhaltlich als auch über ihren Beruf bzw. das Medizinstudium informierten und gerne die Fragen der Schülerinnen Schüler beantworteten. 
Auch biologisch interessierte Schülerinnen und Schüler konnten passende Workshops finden. „Das große Krabbeln“ gab die Möglichkeit, bei Frau Schulte Insekten und Tausendfüßer einmal hautnah zu erleben und Wissenswertes und Interessantes dazu zu erfahren. Die Biologin Frau Heuel war dabei, sie stellte Auszüge aus ihrer Bachelor-Arbeit und Erarbeitungen zu ihrer Master-Arbeit vor, sie beschäftigt sich mit Wildbienen und hier insbesondere damit, wie die Wildbienen-Arten ihre Wirtspflanzen finden. Hierzu „sammelt“ Frau Heuel Düfte von verschiedenen Pflanzen, untersucht diese und führt Versuche durch um herauszufinden, welche Komponenten der Düfte die Bienen anlocken. Sie stand auch für Fragen zum Studium zur Verfügung, ob es ums Lernen ging, um den Wohnungsmarkt und die Kosten für das Leben als Studentin.
Der Biologe Herr Rath, der an der Universität Marburg an seiner Promotion arbeitet, führte gemeinsam mit seinem Bruder Herr Rath einen Mikroskopie-Workshop durch, bei dem auch digitale Tools zum Einsatz kamen. Hier konnten die Erkenntnisse zum Zellaufbau und Zellspezialisierungen aus dem Biologieunterricht vertieft und verknüpft werden. Außerdem gab es Informationen zum Biologie-Studium und zur Arbeit eines Biologen. 
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt wurde im digital-technischen Bereich gesetzt. Neben Herrn Rath, der mit seinem Motoren-Workshop die Technikbegeisterten ansprach und mit ihnen zusammen zwei Mofamotoren zerlegte und wieder zusammenbaute und dabei natürlich mit technischen Details und Erläuterungen zum Berufsbild Ingenieur nicht sparte, begleitete Frau Brouwer eine Gruppe zur Firma Mubea, wo Frau Dröge nach der Vorstellung einiger innovativer Produkte und einer Firmenpräsentation über ihre Rolle als Mathematikerin bei der Entwicklung von Federn für den Fahrzeugbau referierte. Es schloss sich unter der Leitung des Ausbildungsleiters eine Betriebsbesichtigung an, bei der auch die Ausbildungsberufe bei der Firma Mubea vorgestellt und Fragen beantwortet wurden. Frau Prof. Dr. Klocke und Frau Bellingradt-Hannig kamen sogar aus Aachen angereist, die die Unterschiede zwischen FH und Universität klärten und mit ihrem Turmbauprojekt wieder einmal ganz praktisch erfahrbar machten, wie man als Team an einem Arbeitsauftrag gemeinsam arbeiten muss, damit das Ergebnis überzeugen kann. 
Erstmalig durfte eine Gruppe unter der Leitung von Herrn Rocksloh eine ganztägige Exkursion zur Universität Siegen zu Prof. Dreher im Labor für Kfz-Technik unternehmen. Dort warb Herr Prof. Dreher eindringlich für den Beruf des Berufsschullehrers, für deren Ausbildung er zuständig ist. Dann stellte er umfassend seinen Forschungsschwerpunkt „Industrie 4.0 – wie wird die Digitalisierung unseren Berufsalltag beeinflussen?“ vor. In diesem Zusammenhang wurde ein Experiment durchgeführt: Nachdem die Schüler an einem Auto einen Radwechsel vorgenommen hatten, sollten sie in Gruppen dazu eine Anleitung entwickeln und gemeinsam überlegen, ob auch jemand, der sich noch nie damit beschäftigt hat, nur durch Befolgen der Anleitung zum Radwechsel in der Lage wäre. Hier wurde klar: auch in Zukunft werden Fachkräfte benötigt, die zumindest Grundkenntnisse aufweisen. Die Digitalisierung wird unseren Arbeitsmarkt stark verändern, ohne Kompetenzen im digitalen Bereich werden die meisten Berufe nicht auskommen können. 
Ebenfalls eine Premiere war die Beteiligung des Ruhrverbands. Frau Schulz begleitete die Schülergruppe nach Heggen an die Kläranlage Biggetal, wo sie herzlich empfangen wurden. Sehr interessant war der Vortrag über die Aufgaben des Ruhrverbands sowie die Personalstrukturen und Arbeitsbedingungen, hier wurden auch Berufsbilder vorgestellt und für eine Ausbildung oder ein Praktikum beim Ruhrverband geworben, denn auch bei diesem großen Arbeitgeber werden Personen mit technisch-naturwissenschaftlicher Grundbildung gesucht. Es schloss sich ein Rundgang über das Gelände der Kläranlage an, bei dem die Gruppe erfuhr, was mit dem Wasser passiert, das wir alle täglich benutzen und dabei verunreinigen. 
Die Lego-Roboter waren wieder eine Attraktion. Herr Weidemann erklärte in seinem Workshop, wie man die Roboter digital steuert, und dann wurden Roboter entworfen und so programmiert, dass sie kleine Aufgaben lösen konnten. 
Noch eine Premiere war die Einbindung von Q2-Schülerinnen und -Schülern. Hannah Selter und Noah Klein boten einen Workshop zur Erstellung von Stop-Motion-Filmen an, während man bei Jonas Schulte, Michael Rohrmann, Justin Heinzlmeier und Niclas Corte lernen konnte, wie man ein kleines Spiel programmiert. 
Abgerundet wurde das Workshop-Angebot durch Mathematische Papierbasteleien (Frau Arens), bei Frau Kaubrügge wurden Cremes und Seifen hergestellt, Herr Rocksloh lud zum Experimentieren ein und Frau Scharfenbaum bot ein Klausurtraining Mathe an. Welche Zusammenhänge zwischen Mathe und Sport bestehen, wurde bei Herrn Brouwer klar. In der Sporthalle wurden Freiwürfe praktiziert, wobei die Versuche mit einer Kamera fotografiert wurden. Dabei wurde durch entsprechend kurze Verschlusszeiten bei gleichzeitiger Mehrfachbelichtung des Bildes der Ball in jeweils 4 verschiedenen Positionen seiner Flugbahn festgehalten. Ziel war es, zu überprüfen, ob die Flugbahn durch eine Parabel modelliert werden kann, die mittels entsprechender mathematischer Berechnungen weiter hinsichtlich ihrer Eigenschaften (etwa Abwurfwinkel, maximale Höhe, …) ausgewertet werden kann. Diese Untersuchungen wurden dann computergestützt mit dem Programm GeoGebra durchgeführt.

Sandra Schulte

 

MINT-Projekt im Schuljahr 2017/18

Für die Jahrgangsstufe EF stand in der Woche vor den Herbstferien wieder das Thema MINT im Fokus. Drei Tage war MINT Programm, und das Angebot der Workshops, die von Sandra Schulte organisiert und koordiniert wurden, war sehr vielfältig.
Mit Herrn Ohm konnte man Präsentationstechniken in den MINT-Fächern erlernen und mit zahlreichen Übungen anwenden. Herr Ohm und Herr Wagener schulten die Teilnehmer im Umgang mit dem grafikfähigen Taschenrechner, Herr Wagener bereitete eine Schülergruppe außerdem ganz praktisch auf die Teilnahme am anstehenden Papierbrücken-Wettbewerb vor – die stabilste Brücke hielt 20 kg Belastung stand!

Alina und Pia stellen eigene Körperpflege-Produkte her.

Auch die Chemiker hatten Workshops vorbereitet:Unser Referendar Herr Bauerdick hatte Experimente zur Ozeanversauerung vorbereitet, die durchgeführt und ausgewertet wurden, und Frau Kaubrügge stellte mit ihren Gruppen Körperpflegeprodukte von der Lippenpflege bis zur duftenden Handcreme her, die dann von den Teilnehmern mitgenommen werden durften.
Wer wollte, konnte beim DRK seinen Ersthelferkurs für den Führerschein absolvieren, und wer geduldig und geschickt war, konnte bei Frau Schlegel-Friede mathematische Papierbasteleien durchführen. Frau Schulte und Frau Schneider hatten einen wenig erfreulich riechenden Heuaufguss im Gepäck, der sich unter dem Mikroskop als Lebensraum unzähliger wild umher schwimmender Mikroorganismen entpuppte, während Herr Weidemann und sein Kurs die neuen Lego-Roboter auspackte und in Betrieb nahm.
Wieder war die FH Aachen mit im Boot – aber diesmal konnte Frau Prof. Dr. Klocke nicht kommen. Uns besuchte stattdessen Frau Frau Bellingradt-Hannig von der Allgemeinen Studienberatung der FH. Sie informierte die Schülerinnen und Schüler über das Studieren an FH und Uni, stellte auf interessante Weise die Unterschiede heraus und konnte sehr lebendig und nett viel über das Uni-Leben und auch ihren beruflichen Werdegang und ihre Arbeit berichten. Anschließend ging es darum, in Teams aus Papier einen möglichst hohen, kreativen Turm zu bauen, der ein Lineal tragen kann – gar nicht so leicht, sich im Team zu verständigen, in einem engen Zeitrahmen ein Projekt nach Vorgaben anzufertigen und anschließend auch noch den Zuschauern möglichst gut zu „verkaufen“.
Der Attendorner Apotheker Herr Springob hatte Mandelöl, Teesorten und ätherische Öle im Gepäck sowie viele Informationen zu seiner Arbeit als Apotheker und seinem Studium. In seinem Workshop wurden verschiedene Minz-Teesorten verkostet, wobei der Unterschied zwischen Arzneitees und Nahrungsmittel-Tee aus dem Einkaufsmarkt sehr deutlich wurde. Anschließend wurde ein duftender und gleichzeitig hautpflegender Erkältungsbalsam gerührt, von dem Herr Springob selbst so begeistert war, dass er überlegt, ihn in das Sortiment der Apotheke aufzunehmen.

Besuch bei der Firma MUBEA

Erneut war die Firma MUBEA aus Attendorn mit im Projekt, Frau Dröge hatte eine Gruppe zu MUBEA ins Hauptgebäude eingeladen, und endlich hatte man die Gelegenheit, das bereits von der Straße sichtbare Show-Car aus der Nähe zu bewundern. Frau Dröge zeigte zunächst die Produktpalette der Firma und erklärte die Entwicklungsprozesse der Produkte auch aus ihrer Sicht als Mathematikerin, anschließend stellte sie die Firma MUBEA in einer Unternehmenspräsentation vor und erklärte, welche Aufgabenbereiche sie als Mathematikerin bei MUBEA hat. Nun war eine Betriebsbesichtigung und eine Besichtigung der Ausbildungswerkstätten mit Herrn Steinberg an der Reihe, der den beeindruckten Besuchern die Abläufe in der Produktion erläuterte und Ausbildungsmöglichkeiten darstellte.
Auch die direkt neben dem Schulgebäude liegende Helios-Klinik unterstützte das MINT-Projekt durch Angebote im Krankenhaus, so dass die beteiligten Kolleginnen und Kollegen im Verlaufe ihrer unterschiedlichen Workshops die entsprechende Abteilung im Krankenhaus besuchen konnten und die Schülerinnen und Schüler so aus erster Hand Informationen zu den einzelnen Fachgebieten der Humanmedizin erhielten und Einblicke in das Krankenhaus-Leben und die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten erhielten. Herr Gottschlich hatte einen Workshop zum Röntgen vorbereitet und besuchte die Röntgenabteilung.

Josephine ist den Bakterien auf der Spur.

Frau Michels hatte mit ihren Gruppen in der Schule verschiedene Gegenstände auf Bakterien untersucht und besuchte die Hygiene-Fachkraft Frau Gebühr, Frau Sangermann hatte ein Orthopädieprojekt und Dr. Kemmerling einen passenden Vortrag vorbereitet. Ganz neu im Programm des Projekts war ein Chirurgie-Workshop, welches, ebenfalls von Frau Sangermann begleitet, größtenteils im Krankenhaus stattfand und dort von Dr. Friedhoff sehr kompetent durchgeführt wurde. Hier kamen auch lebhafte Gespräche über das Berufsbild des Chirurgen zustande, denn einige der sehr interessierten Schülerinnen und Schüler gaben als Berufswunsch „Chirurg“ oder „Arzt“ an und konnten hier viel erfahren. Der Workshop „Darm mit Charme“ wurde von Frau Wenigenrath durchgeführt und beinhaltete Recherchen und Experimente rund um den Verdauungstrakt.

Princy, Lena und Paulina sezieren ein Schweineherz.

Frau Schneider bot „Das Herz-Projekt“ an, der Kurs fing sportlich an und beschäftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen Herzfrequenz und Training, erarbeitete dann Bau und Funktion des Herzens, wobei sicherlich das Highlight die Präparation eines echten Schweineherzens war, und besuchte dann die Kardiologie zum Thema „Herzkrank – was nun?“. Herr Rath und sein Bruder Herr Rath, der Werksstudent im Bereich Testing beim Automotive Center Südwestfalen GmbH ist, hatten Mofamotoren im Gepäck – da hieß es Ärmel hoch und schrauben! Allerdings wurde dies nicht planlos gemacht, sondern erst gab es einen physikalisch-technischen Input zu Aufbau und Funktion der Motoren. Beim Zerlegen und Zusammensetzen der Motoren berichtete Herr Rath dann viel vom Berufsbild des Ingenieurs und davon, wie man sich das Studium vorstellen kann.
Insgesamt beteiligten sich 14 Kolleginnen und Kollegen des St.-Ursula-Gymnasiums und ebenso viele externe Experten an der Durchführung der einzelnen Workshops und ermöglichten so das vielfältige Angebot im MINT-Projekt.

Sandra Schulte

 

MINT-Projekt im Schuljahr 2016/17

Auch das Kochen von Seife gehörte zu den Workshops des MINT-Projektes.

Drei Tage vor den Herbstferien sind für das MINT-Projekt der Jgst. EF geblockt. Dabei steht die Abkürzung MINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bereits im dritten Jahr standen hier verschiedene Projekte im MINT-Bereich zur Auswahl – dieses Projekt zählt zu den Bausteinen, die dafür gesorgt haben, dass das St.-Ursula-Gymnasium als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet wurde. Sandra Schulte, die MINT-Beauftragte der Schule, freut sich über die vielen interessanten Projektvorschläge aus den Reihen des Kollegiums und darüber, dass sie so viele Externe für Projekte gewinnen konnte.

Verschiedene externe Experten hatten sich bereit erklärt, einen Betrag zu leisten. So führte Frau Prof. Dr. Klocke von der FH Aachen ein Projekt zum Arbeiten im Team durch und erläuterte den Unterschied zwischen FH und Universität, Frau Dröge von der Firma Mubea zeigte die Relevanz der Mathematik bei der Fahrzeugtechnik. Frau Göbel, eine Doktorandin der Chemiedidaktik von der Universität Siegen, stellte mit den Teilnehmern Kautschuk aus russischen Löwenzahnwurzeln her und Herr Guttstein und Herr Kubisch, zwei Attendorner Hobby-Astronomen, die eine umfangreiche Ausrüstung wie Teleskope mit in die Schule brachten, gaben Einblicke in die Grundlagen der Astronomie. Auch die Helios-Klinik in Attendorn war wieder beteiligt und empfing Schülergruppen. Auf diese warteten neben sehr interessanten Fachvorträgen zu verschiedenen humanbiologischen Fragestellungen wie Orthopädie, Röntgen, Hygiene und Herz-Kreislauf-System auch Einblicke ins Klinikleben. Eine Schülergruppe erlernte Sofortmaßnahmen am Unfallort beim DRK. Nicht zu vergessen sind natürlich die beteiligten Kollegen, die spannende Angebote konzipierten und durchführten. In den Chemie-Räumen wurde mit Tobias Rocksloh fleißig experimentiert. Wie viel Mathe in einer Tüte Gummibärchen steckt, deckte Stephan Brouwer auf. Wie man Präsentationen gut konzipiert und durchführt, konnte in Sebastian Ohms Projekt erlernt werden und welche Geheimnisse ein Möbius-Band verbirgt, dürfte so manchem Schüler bei Elisabeth Schlegel-Friedes „mathematischen Basteleien“ klarer geworden sein. Mit Feuereifer ging es beim Raketenbau-Workshop mit Schere und Kleber ans Werk, und die Raketen Marke Eigenbau erreichten beim krönenden Absch(l)uss unter Simon Wageners fachkundiger Aufsicht beachtliche Höhen.

Sandra Schulte

 

MINT-Projekt im Schuljahr 2015/16

01 Legoroboter

Jörg Müller von der AG Didaktik der Chemie an der Universität Siegen baut mit den Schülern Legoroboter.

Für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase des St.-Ursula-Gymnasiums standen die ersten drei Tage der Pädagogischen Woche ganz im Zeichen von MINT, also Fächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dazu gehört auch das schon traditionelle Humanbiologische Praktikum in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Krankenhaus. Diese Kooperation entstand 2008 mit dem St.-Barbara-Krankenhaus und wird nun von der HELIOS Klinik Attendorn mit sehr großem Engagement weitergeführt.
Die Schülerinnen und Schüler hatten die Möglichkeit, sich in elf verschiedene Projekte einzuwählen, darunter so spannende wie „Legoroboter – kleine Helfer auch im Chemielabor“. Dabei ging es unter der Leitung von Jörg Müller von der AG Didaktik der Chemie der Universität Siegen darum, einen Legoroboter so zusammenzubauen und zu programmieren, dass dieser zum Erkennen des Neutralpunkts bei einer Säure-Base-Titration eingesetzt werden kann. Oder „Fit in Mathematik und das als mein Beruf“ unter der Mitarbeit von Nicole Dröge, einer ehemaligen Schülerin des St.-Ursula-Gymnasiums, die jetzt als Berechnungsingenieurin bei Mubea in Attendorn tätig ist. Sie unterstützte das Projekt und stellte dabei ihren beruflichen Werdegang und ihr Arbeitsgebiet bei Mubea sehr interessant dar.

Prof. Dr. Martina Klocke von der FH Aachen führt einen Workshop zum Thema "Turmbau" durch.

Prof. Dr. Martina Klocke von der FH Aachen führt einen Workshop zum Thema „Turmbau“ durch.

Ein besonderes Anliegen des MINT-Projekts ist es, insbesondere auch Schülerinnen für eine Tätigkeit im MINT-Bereich zu motivieren. Professor Dr. Martina Klocke von der FH Aachen, die im vergangenen Jahr die Podiumsdiskussion zum Thema „Technik ist weiblich“ am St.-Ursula-Gymnasium moderierte, bot in ihrem Projekt Gelegenheit, sich am Beispiel des Studiengangs Maschinenbau über das Studium an Fachhochschulen und Universitäten zu informieren. Gleichzeitig machte sie den Teilnehmenden in ihrem Workshop „Turmbau“ klar, wie wichtig das Arbeiten im Team ist. Es fiel den Schülerinnen und Schülern schwer, sich in Gruppen zusammenzufinden und eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, sie fanden diese Erfahrung aber im Nachhinein sehr wichtig. Zum Schluss konnte jede der vier Gruppen einen Turm präsentieren, der die vorher festgelegten Bedingungen erfüllte.
Auch die umfangreichen Angebote im Humanbiologischen Praktikum hatten neben dem Vermitteln von Fachwissen zu verschiedenen humanbiologischen Themenkomplexen das Ziel, den Schülerinnen und Schülern durch den Besuch entsprechender Abteilungen in der HELIOS Klinik das breit gefächerte Berufsfeld der Medizin aufzuzeigen und sie dafür zu begeistern. Dass dies gelang, zeigte das große Interesse für dieses Praktikum und die überaus positive Resonanz.
Am Ende waren sich alle Akteure einig, dass sich die MINT-Tage gelohnt haben und im nächsten Jahr sicher wieder mit einigen neuen Aspekten ihre Fortsetzung finden werden.

Hildegard Stegmaier

Fit in Mathematik und das als mein Beruf?
Mubea-Mitarbeiterin gibt am St.-Ursula-Gymnasium Attendorn Einblicke in ihr Mathematik-Studium und ihre Arbeit als Berechnungsingenieurin
droege 01Die Mubea-Mitarbeiterin Nicole Dröge, die als Berechnungsingenieurin in der CAE-Gruppe der Mubea Fahrwerksfedern GmbH Attendorn arbeitet, hat das Mathematik-Projekt „Fit in Mathematik und das als mein Beruf?“ am 28.-30.09.2015 im Rahmen des MINT-Projekts, das in der Pädagogischen Woche für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase am St.-Ursula-Gymnasium angeboten wurde, unterstützt.
Nicole Dröge hat 2006 selbst ihr Abitur am St.-Ursula-Gymnasium abgelegt und danach Mathematik im Bachelor- und Masterstudiengang an der Universität Siegen studiert. Als Vertiefungsrichtung hat Frau Dröge den Maschinenbau gewählt und sich auf Simulationsmethoden (Finite-Elemente-Methode, kurz FEM) spezialisiert. Durch Praktikums- und Hilfskrafttätigkeiten im Simulation Service der Zentralen Entwicklung der Mubea KG parallel zum Masterstudium war der Weg in die Automobilindustrie bereitet. Seit März 2012 arbeitet Frau Dröge als Berechnungsingenieurin in der CAE-Gruppe der Mubea Fahrwerksfedern GmbH in Attendorn. Ihre Hauptaufgabe besteht in der Weiterentwicklung des Universellen Federauslegungs- und Technologieprogramms (UFAP) für Achsfedern, mit dem Achsfedern auf Basis eines parametrischen Modells ausgelegt werden können.
droege 02Im Mathematik-Projekt am St.-Ursula-Gymnsium hat Frau Dröge ihren mathematisch-technischen Werdegang erläutert, das Produkt Achsfeder vorgestellt und mit Hilfe von Simulationsvideos demonstriert, wie die Arbeit eines Berechnungsingenieurs aussehen kann.
Ziel des Vortrags war, die Schüler und insbesondere die Schülerinnen für Mathematik zu begeistern, ihnen die Anwendungsmöglichkeiten der Mathematik aufzuzeigen und die Wichtigkeit der Mathematik für technische Berufe zu verdeutlichen. Die Schülerinnen und Schüler folgten dem Vortrag mit großem Interesse.
Im Anschluss daran hat Herr Friede, Mathematik-Lehrer am St.-Ursula-Gymnasium, den SchülerInnen zwei Anwendungsbeispiele vorgestellt, die die SchülerInnen mit ihrem bereits vorhandenen Wissen lösen konnten. Hier wurden viele Lerninhalte der Sekundarstufe 1 wiederholt.
droege 03Das erste Anwendungsbeispiel behandelte Dreiecke: Wie bleibt ein Dreieck hängen, wenn man es an einer Ecke frei drehbar aufhängt? Und wie ist diese Position charakterisiert? Ein Dreieck bleibt immer in einer eindeutig bestimmten, stabilen Lage hängen. Diese Position ist dadurch charakterisiert, dass die Lotlinien der einzelnen Dreieck-Eckpunkte genau die Seitenhalbierenden sind, die sich alle in einem Punkt schneiden.
Und welche Eigenschaft hat dieser Schnittpunkt? Der Schnittpunkt ist der Schwerpunkt des Dreiecks und jede Lotlinie, die ja auch durch den Schwerpunkt verläuft, teilt das Dreieck in zwei flächengleiche Teile.
droege 04Das zweite Anwendungsbeispiel befasste sich mit der Berechnung einer Tangente an eine Kurve. Zunächst wurde eine Tangente an einen Kreis konstruiert und berechnet. Anschließend wurde eine Tangente an einen beliebigen Punkt einer Parabel berechnet; eine konstruktive Lösung war hier nicht mehr möglich.
Beide Aufgaben haben die SchülerInnen mit Unterstützung von Herrn Friede und Frau Dröge mit Bravour gemeistert.
Alle Beteiligten haben ein positives Fazit dieser Kooperation gezogen und würden sich über eine Wiederholung freuen. Und vielleicht beginnt demnächst ja ein Schüler oder eine Schülerin eine Karriere bei Mubea.

Nicole Dröge

 

MINT-Projekt im Schuljahr 2014/15

Drei Tage ganz im Zeichen der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächer erlebten die Schülerinnen und Schüler der Jg. EF. Sie erhielten die Gelegenheit, an Projekten aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) teilzunehmen.

Eine breite Vielfalt unterschiedlicher Kurse stand ihnen zur Verfügung, in die sie sich einwählen konnten – vom Selbstlernkurs in Mathematik, über einen Kurs zur Faszination Mikroskop und einem Roboterprogrammierkurs bis hin zu einem Chemiekurs zur Herstellung von Kosmetika oder Kursen aus der Humanbiologie. Neben den Projekten, die von den MINT-Lehrpersonen gestaltet wurden, gab es auch solche, die von externen Experten ermöglicht wurden. So ein Erste-Hilfe-Training von Ausbildern des Deutschen Roten Kreuzes oder Projekte zur Humanbiologie, die in Zusammenarbeit mit dem St.-Barbara-Krankenhaus als „Humanbiologisches Praktikum“ durchgeführt wurden.

Im Rahmen einer seit 2008 bestehenden Kooperation zwischen dem St.-Ursula-Gymnasium und dem Attendorner Krankenhaus stellten Ärzte und Mitarbeiter ihre Zeit und ihr Know How zur Verfügung, um den Gymnasiasten einen Einblick in bestimmte Erkrankungen und deren Behandlung, in Diagnoseverfahren und in die Hygiene zu gewähren.

So stellte Dr. Stephan Doldi, Chefarzt der Kardiologie, in einem lebendigen und schülergerechten Vortrag Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems vor, während Oliver Pfeiffer über die Schilddrüse und ihre Krankheitsbilder referierte. Auch die praktische Anwendung von MINT-Wissen in medizinischen Zusammenhängen wurde berücksichtigt. Denn Oliver Pfeiffer führte auch die Ultraschalltechnik am Beispiel der Schilddrüse hautnah vor. Gisela Schulte erläuterte sachkundig und praktisch das Verfahren des Röntgens und Hygienefachkraft Stefan Lorenz informierte in einem spannenden Vortrag über die Welt der Mikroorganismen, vor allem die Gefahren der multiresistenten Krankenhauskeime MRSA, und machte damit die Wichtigkeit der Hygiene nicht nur im Krankenhaus deutlich.

Die reibungslose Koordination, die Monika Pagel seitens des Krankenhauses gewährleistete, machte es ungefähr 60 Schülerinnen und Schülern möglich, die Verzahnung von naturwissenschaftlicher Theorie und Praxis am Beispiel Krankenhaus zu erleben.

Die Resonanz auf alle MINT-Projekte war von Schüler- wie von Lehrerseite durchweg positiv. Die Gelegenheit, auch Dinge, die etwas außerhalb des Lehrplanes liegen, mal genauer in Augenschein nehmen zu können, und das Engagement insbesondere der außerschulischen Referenten wurden von den Schülern und Schülerinnen sehr begrüßt. Wie brachte ein Lehrer das Resümee kurz auf den Punkt: „Gerne wieder!“