Aktuelles aus dem MINT-Bereich

Reakkreditierung als MINT-freundliche Schule

Nach dreijähriger erfolgreicher MINT-Profilbildung wurde das St.-Ursula-Gymnasium Attendorn am vergangenen Dienstag im Rahmen einer Festveranstaltung im Rathaus Dortmund erneut mit dem Signet »MINT-freundliche Schule« geehrt. Die MINT-Beauftragte Sandra Schulte und Thomas Schomaker, stellvertretender Schulleiter, nahmen Urkunde und Plakette in Empfang. Insgesamt 92 Schulen aus Nordrhein-Westfalen wurden als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Davon erhielten 46 Schulen das erste Mal die Ehrung. Die Ehrung aller Schulen in NRW für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK).
Mathias Richter, Staatssekretär im Ministerium für Schule und Bildung in NRW, gratulierte den ausgezeichneten Schulen und erklärte: „Den MINT-Fächern gehört die Zukunft. Es ist deshalb ein gutes Zeichen, dass die Zahl der MINT-freundlichen Schulen weiter steigt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Ich freue mich zudem über die Auszeichnung von 33 Schulen als ‚Digitale Schule‘, denn das Land NRW will die Digitalisierung unserer Schulen vorantreiben und entwickelt hierzu derzeit eine Gesamtstrategie. Mit dieser Strategie wollen wir die Schulen und Schulträger und die Lehrerinnen und Lehrer dauerhaft unterstützen.“
„Unsere 1700 MINT-freundlichen Schulen – so wie andere interessierte Schulen auch – öffnen sich stärker und stärker für die Digitalisierung. Sie wollen Schulentwicklung mit digitaler Transformation verknüpfen. Mit unserem Auszeichnungsprogramm „Digitale Schule“ setzen wir jetzt ein wichtiges Zeichen, um die Schulen auch bei diesem komplexen Thema zu unterstützen. Wir zeigen einen Zielrahmen  und die Leitplanken für den Weg auf. Damit sind wir wichtige Brückenbauer für den hoffentlich bald kommenden Digitalpakt Schule und unsere ausgezeichneten Schulen sind die digitalen Vorreiter“, sagt Thomas Sattelberger, Vorsitzender der BDA/BDI-Initiative „MINT Zukunft schaffen!“.
„92 Schulen werden heute in Dortmund als „MINT-freundliche Schule“ geehrt; damit wird die Gesamtzahl von fast 300 MINT-freundlichen Schulen in NRW erreicht. Ein deutlicher Beleg, dass MINT hier einen hohen Stellenwert hat. Zusätzlich ist bei den Nordrhein-Westfälischen Schulen das Thema „Digitalisierung“ weit vorn. Wurde doch die Zahl der „Digitalen Schulen“ inzwischen auf über 50 gesteigert und damit mehr als verdoppelt“, sagt Thomas Michel, Geschäftsführer der Dienstleistungsgesellschaft für Informatik (DLGI).
Die »MINT-freundlichen Schulen« werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Ehrung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders unterstützt. Bundesweite Partner der Initiative »MINT Zukunft schaffen!« zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die bewusst MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Bewerbungsprozess.

 

Alte Apfelbaumsorten veredelt

In der NaWi Ag gibt es immer wieder interessante Dinge zu erforschen und zu lernen. Kürzlich haben sich Alina und Chiara unter Anleitung von Biolehrer Mathias Rath mit der Veredelung alter Apfelbaumsorten beschäftigt: Roter Eiserapfel, Agathe von Klanxbühl und der Rheinische Krummstiel sind alte und seltene Apfelsorten und wurden mit ein wenig Hilfestellung von Herrn Rath sachgerecht geschnitten, auf die Unterlage angepasst und verbunden. Jetzt heißt es warten und hoffen, dass die Edelreiser auf der Unterlage anwachsen.

 

Fa. Voßloh Computer vermittelt Praxiskenntnisse
Die unterschiedlichen Berufe in der IT-Branche werden nicht nur gut bezahlt und sind besonders gefragt, sondern bieten außerdem zukunftsorientierte Jobs. Die Fa. Voßloh Computer informierte die Schüler/innen des Informatikkurses der Jahrgangsstufe 9 unter der Leitung von Dieter Joerißen, welche Aufgaben ein Fachinformatiker zu bewältigen hat. Nachdem 13 Computer zu einem Netzwerk zusammengeschlossen waren, lernten die Schüler in einem 8-stündigen Projekt, wie IT-Systeme nach Kundenwünschen geplant, anpasst und konfiguriert werden können. Das Grundwissen mussten sich die Schüler/innen selbstständig in Gruppenarbeit über Internetrecherchen erarbeiten. Anschließend folgte die praktische Arbeit, indem gruppenweise die Implementation  zum Aufbau eines Servers, zur Telefonie und Kommunikation sowie Videoüberwachung und Netzwerksicherheit erfolgte. Bei Schwierigkeiten standen Fabian Dahl und Pascal Neuhaus als verantwortliche Mitarbeiter der Fa. Voßloh mit Rat und Tat zur Seite. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten wurden mittels selbst erstellter PowerPoint Präsentationen im Plenum präsentiert. „Es ist schon sehr interessant zu sehen, wie theoretische Grundlagen der Informatik in der Berufspraxis eingesetzt werden!“, waren sich die Schülerinnen und Schüler des Kurses einig.

Sebastian Elsner (9d), Dieter Joerißen

Sprachsensibler Chemieunterricht – Fachseminar der Uni Siegen zu Gast
Sprache steht im Zentrum von Unterricht, ohne Sprachkompetenz kann Lernen nicht gelingen. Sprachförderung ist daher immer Teil von Unterricht. Wie kann es gelingen, Lernende dazu zu motivieren, sich mit Fachsprache zu beschäftigen? Mit dieser Fragestellung beschäftigte sich heute das Fachseminar Chemie der Universität Siegen unter der Leitung von Herrn Waffenschmidt. Bei einem Unterrichtsbesuch hatten der Fachleiter Herr Waffenschmidt und Frau Schulte vereinbart, dass dieser Workshop des Seminars an unserer Schule stattfinden soll. Frau Schulte hatte sich in der letzten Zeit intensiv mit sprachsensiblem Fachunterricht auseinandergesetzt und im Rahmen ihrer Tätigkeit in der Lehrerfortbildung bereits mehrere Workshops zum Thema sprachsensibler Biologieunterricht moderiert, so dass sie sich spontan bereit erklärte, auch für die Chemie-Referendare einen entsprechenden Workshop vorzubereiten und zu moderieren. In Gruppen entwickelten die angehenden Lehrerinnen und Lehrer, bezogen auf ihren eigenen Unterricht, Materialien zur Förderung der Sprachkompetenz von Lerngruppen. Das Fachseminar zeigte sich interessiert, war sehr zufrieden mit den Arbeitsergebnissen und freute sich über die vielen Tipps, Anregungen und Ideen, die im Laufe der Veranstaltung diskutiert wurden. 

Sandra Schulte

Bodenanalyse am SUG mit dem ChemTruck
Dass Boden nicht einfach nur Dreck ist, der einem hin und wieder mal unter der Schuhsohle klebt, haben die LWU-Kurse der Jahrgangsstufe 8 im Unterricht gelernt. Dass Boden vor Leben wimmelt und ohne guten Boden keine produktive Landwirtschaft denkbar ist, auch. Was allerdings steckt chemisch im Boden, welche Elemente und Verbindungen lassen sich nachweisen und wie genau geht das eigentlich? Um diese Fragen zu beantworten und mit den Schülerinnen und Schülern experimentell zu ergründen, hat sich Johann Manthey von der Chemiedidaktik der Universität Siegen mit dem ChemTruck – einem mobilen Chemielabor – auf den Weg nach Attendorn gemacht. Mit der seiner Unterstützung und chemischen Nachweisreaktionen und diversen Messgeräten wurde dem Boden des Heiligen Berges zu Leibe gerückt, pH-Werte erfasst, der Kalkbedarf errechnet, der Phosphatwert bestimmt und viele weitere Parameter analysiert und festgehalten. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler hautnah erfahren, mit welchen Methoden eigentlich die im Unterricht behandelten Daten erfasst werden. Klar, dass es bei der Arbeit mit Bodenproben nicht immer ganz sauber zuging, aber wo geforscht wird  fallen auch schon mal Dreckklumpen.

Zu Gast bei Kirchhoff Automotive GmbH

In einem Auto gefahren ist jeder schon mal, aber welche Prozesse bei der Herstellung der Einzelteile, aus denen ein PKW besteht, nötig sind, darüber machen sich wohl die Wenigsten Gedanken! Im Rahmen des Chemieunterrichts der Klasse 8 wird auch das Thema „Metalle – vielfältig und unverzichtbar“ behandelt, und was liegt da in Attendorn näher, als einmal einen metallverarbeitenden Betrieb zu besuchen? Die Firma Kirchhoff Automotive GmbH hatte die beiden Klassen 8a und 8d zu einem Betriebsrundgang eingeladen. So machten sich die Klassen mit ihrer Lehrerin Frau Schulte auf den Weg zur Firma. In einem kurzen Einführungsvortrag durch zwei angehende Industriekaufleute wurde ein guter Überblick über das Unternehmen gegeben. Auch Ausbildungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt und Fragen beantwortet. Was eine Industriekauffrau oder ein Industriekaufmann so alles macht und was ein Betrieb wie Kirchhoff von seinen Mitarbeitern erwartet – die meisten 8.-Klässler hatten noch nicht über solche Dinge nachgedacht, und dass Kirchhoff ein so großes Unternehmen ist und ein großer Arbeitgeber ist, war auch längst nicht allen klar.  „Wir stellen alles am Auto her, was man NICHT sieht“ – die Bedeutung dieses Satzes aus dem Vortrag klärte sich dann im anschließenden Betriebsrundgang, natürlich ausgerüstet mit Warnweste und Schutzbrille. Dabei übernahmen Auszubildende, manchmal selbst nicht viel älter als die Schülerinnen und Schüler, die Führung der Gruppen. Die riesigen Roboter, die mehrschrittige Arbeitsprozesse selbständig durchführen, wurden bestaunt, den vielen Gabelstaplern aus dem Weg gegangen, der „Zerstörerraum“ bewundert und das Gewicht von Coils geschätzt. Besonders beeindruckend war die gewaltige 2.000-Tonnen-Presse – „Stellt euch vor, der Druck, den die Presse ausübt, entspricht dem Gewicht von 2.000 mittelgroßen PKW, die übereinander gestapelt sind“, so der Auszubildende. Ungewohnt laut war es, und es gab wirklich viel Neues zu sehen und zu hören bei diesem Ausflug in die Arbeitswelt. Vielleicht nimmt ja der eine oder andere die Gelegenheit wahr und kommt zum Girls Day, Betriebspraktikum oder sogar zur Berufsausbildung wieder zu Kirchhoff Automotive.

„Vogelfutter vom Heiligen Berg“

img_3157Selbst gemachtes Vogelfutter unserer sehr aktiven Bio AG waren zusammen mit den Recycling-Vogelfuttersilos wieder ein Verkaufsschlager am „Tag der offenen Tür.“

 

DNA-Modelle aus dem GK 3 Biologie der Jgst. EF


dna-modell-2

 
MINT-Woche der Jgst. EF im Jahr 2016
seife-kochenDrei Tage vor den Herbstferien sind für das MINT-Projekt der Jgst. EF geblockt. Dabei steht die Abkürzung MINT für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Bereits im dritten Jahr standen hier verschiedene Projekte im MINT-Bereich zur Auswahl – dieses Projekt zählt zu den Bausteinen, die dafür gesorgt haben, dass das St.-Ursula-Gymnasium als MINT-freundliche Schule ausgezeichnet wurde. Sandra Schulte, die MINT-Beauftragte der Schule, freut sich über die vielen interessanten Projektvorschläge aus den Reihen des Kollegiums und darüber, dass sie so viele Externe für Projekte gewinnen konnte.
Verschiedene externe Experten hatten sich bereit erklärt, einen Betrag zu leisten. So führte Frau Prof. Dr. Klocke von der FH Aachen ein Projekt zum Arbeiten im Team durch und erläuterte den Unterschied zwischen FH und Universität, Frau Dröge von der Firma Mubea zeigte die Relevanz der Mathematik bei der Fahrzeugtechnik. Frau Göbel, eine Doktorandin der Chemiedidaktik von der Universität Siegen, stellte mit den Teilnehmern Kautschuk aus russischen Löwenzahnwurzeln her und Herr Guttstein und Herr Kubisch, zwei Attendorner Hobby-Astronomen, die eine umfangreiche Ausrüstung wie Teleskope mit in die Schule brachten, gaben Einblicke in die Grundlagen der Astronomie. Auch die Helios-Klinik in Attendorn war wieder beteiligt und empfing Schülergruppen. Auf diese warteten neben sehr interessanten Fachvorträgen zu verschiedenen humanbiologischen Fragestellungen wie Orthopädie, Röntgen, Hygiene und Herz-Kreislauf-System auch Einblicke ins Klinikleben. Eine Schülergruppe erlernte Sofortmaßnahmen am Unfallort beim DRK. Nicht zu vergessen sind natürlich die beteiligten Kolleginnen und Kollegen, die spannende Angebote konzipierten und durchführten. In den Chemie-Räumen wurde mit Tobias  Rocksloh fleißig experimentiert. Wie viel Mathe in einer Tüte Gummibärchen steckt, deckte Stephan Brouwer auf. Wie man Präsentationen gut konzipiert und durchführt, konnte in Sebastian Ohms Projekt erlernt werden und welche Geheimnisse ein Möbius-Band verbirgt, dürfte so mancher Schülerin und so manchem Schüler bei Elisabeth Schlegel-Friedes „mathematischen Basteleien“ klarer geworden sein. Mit Feuereifer ging es beim Raketenbau-Workshop mit Schere und Kleber ans Werk, und die Raketen Marke Eigenbau erreichten beim krönenden Absch(l)uss unter Simon Wageners fachkundiger Aufsicht beachtliche Höhen.
Sandra Schulte

 

Das Gift der Indianer (Stop-Motion-Film aus dem LK Biologie bei Frau Schulte)

Video: Bitte gib die korrekte URL an.

 

Eindrücke vom Besuch der Jahrgangsstufen 8 beim THW