Adventskonzert – immer wieder neu

Alt vertraut, doch immer auch überraschend neu gestaltet sich das traditionelle Advents- und Weihnachtskonzert des St.-Ursula-Gymnasiums in der Attendorner Erlöserkirche. So präsentierten in diesem Jahr kurz vor den Weihnachtsferien die verschiedenen musikalischen Ensembles unter Leitung von Katharina Ruhrmann und Christoph Schulte den Zuhörern wieder ein abwechslungsreiches und festliches Programm.

Alt vertraut ist der Auftritt der vokalpraktischen Kurse aus den Jgst. Q1 und Q2. Mit den Liedern „Kyrie“ und „Hora Jerusalem“, letzteres vorgetragen auf Hebräisch, gaben sie dem Abend einen ebenso gelungenen Auftakt wie Abschluss. Ebenso stimmgewaltig trugen sie die Stücke „Maybe this Christmas“ und „Weit von hier“, aus dem neuen Musical des St.-Ursula-Gymnasiums „Bad Girls“, mit den Solistinnen Hanna Wacker und Ivon Primorac vor. In ihr Lied „Wo bist Du, Gott?“ schlossen sie Fürbitten mit ein. Erstmals erhielten nur die Männerstimmen des Chores die Gelegenheit, mit den Liedern „Once in Royal David’s City“ und „What child is this“ ihr Können unter Beweis zu stellen.

Auch der Chor der Jgst. 5 und 6 gehört zum vertrauten Programm. Die zahlreichen jungen Sänger überzeugten einerseits durch ihren gefühlvollen Vortrag des Stückes „Das Licht einer Kerze“, andererseits durch das schwungvoll vorgetragene Lied „Jingle bell rock“. Sangesfreudig zeigte sich auch der Chor des Kollegiums bei den dargebotenen Stücken „Christmas Lullaby“ und „Sleigh ride“.

Eine gute Tradition des Konzertes ist der Auftritt von Ehemaligen, in diesem Jahr von Julia Fernholz (Abitur 2017). Mit ihrer sanften Stimme bescherte sie den Zuhörern emotionale Höhepunkte des Abends. Ungewöhnlich war dabei die Musikauswahl. Das melancholische Lied „When I am laid in earth“ stammt aus der barocken Oper „Dido und Aeneas“ von Henry Purcell, das Stück „Liebe ist alles“ aus dem Musical „Elisabeth von Thüringen“ von Dennis Martin.

Premiere in diesem Rahmen hatte das Bläserquartett, bestehend aus Lea Dolligkeit (Flöte), Luisa Frey (Klarinette) und Severine Risch und Adelina Kühl (Saxophon). Das Stück „Molde Canticle“ war nach Auskunft von Christoph Schulte ein Experiment, das auf jeden Fall als geglückt gelten kann. Mit der Darbietung von „Jerusalem of Gold“ hatten die vier Musikerinnen bereits bei der Enthüllung der Gedenkstele auf dem Jüdischen Friedhof überzeugen können.

Beeindruckt waren die Zuhörer auch von der neu gegründeten Band, die zuvor bereits einige Stücke begleitet hatte. Emma Arens, Ivon Primorac, Severine Risch, Lilly Stutz und Lea Wiethoff (Gesang), Lea Dolligkeit (Flöte), Marius Fiebig (Gitarre) und Ennio Rösemann (Schlagzeug) interpretierten einfühlsam die Stücke „Gott segne dich“ und „Night of silence“.

Mit langanhaltendem Applaus dankten die Zuhörer allen Mitwirkenden für den schönen Abend. Der Spendenerlös kommt der Partnerschule des St.-Ursula-Gymnasiums in Vitorino Freire / Brasilien und der Initiative der evangelischen Kirche „Lasst uns nicht hängen“ zugute.

Doris Kennemann

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