Großer Einsatz am Himmelsberg

juedischer friedhof sug Kopie

Unter Anleitung von Kevin dos Santos dias Spieß vom Baubetriebshof der Hansestadt Attendorn (links) und Tom Kleine von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“ (rechts) zeigten die Schülerinnen und Schüler des St.-Ursula-Gymnasiums großen Einsatz bei der Pflege des Jüdischen Friedhofs in Attendorn.

In enger Abstimmung mit der Friedhofsverwaltung und dem Baubetriebshof der Hansestadt Attendorn wird der Jüdische Friedhof am Himmelsberg seit dem Jahr 1984 alljährlich im Wechsel durch die weiterführenden Schulen aus Attendorn gepflegt. Die Idee für diese Aktion kam seinerzeit von dem ehemaligen Stadtdirektor Hans-Joachim Sperling und von Hartmut Hosenfeld von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“.

In diesem Jahr ist das St.-Ursula-Gymnasium an der Reihe. Unter der Leitung des Lehrers Christoph Schulte fanden einige Schülerinnen und Schüler der AG „Erinnerungskultur“ der Jahrgangsstufe Q1 den Weg zum historischen Jüdischen Friedhof Am Himmelsberg.
Bereits eine Woche vorher zeigte diese Gruppe großes Interesse bei einer von Tom Kleine von der Initiative „Jüdisch in Attendorn“ durchgeführten Stadtführung „Auf den Spuren des früheren jüdischen Lebens in Attendorn“. Diese Stadtführung und auch der Einsatz auf dem Jüdischen Friedhof diente der Gruppe als Vorbereitung zu einer fünftägigen Fahrt der Gymnasiasten in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald, die für Ende Oktober 2022 geplant ist.
Tom Kleine begrüßte die Gruppe und informierte zunächst über die Besonderheiten der Grabstätten und der jüdischen Beerdigungskultur. Nach der Begrüßung statteten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Hansestadt Attendorn Kevin dos Santos dias Spieß und Hermann Jabs die motivierte Gruppe mit Arbeitshandschuhen, Schubkarren und Werkzeugen aus.

Der alte Jüdische Friedhof „Am Himmelsberg“, auf dem 1870 die erste und im Jahr 1942 die letzte Beerdigung stattfand, befindet sich mittlerweile als Baudenkmal im Besitz des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden Westfalen-Lippe mit Sitz in Dortmund.
Heute sind auf dem etwa 1.000 Quadratmeter großen Grundstück 33 Grabstätten erhalten, in denen 36 Personen bestattet sind. Der Jüdische Friedhof ist öffentlich zugänglich und kann im Rahmen der Stadtführung „Auf den Spuren des früheren jüdischen Lebens in Attendorn“ besichtigt werden. Infos und Anmeldungen nehmen Hartmut Hosenfeld, Tel. 02722/7123, und Tom Kleine, Tel. 0171/1198273, E-Mail info@juedisch-in-attendorn.org, entgegen.

Tom Kleine