MINT-Woche wieder ein Erfolg

Im EF-Projekt 2018 beschäftigten sich wie in jedem Jahr alle Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Workshops mit Inhalten rund um MINT. In diesem Jahr waren es 135 Personen, die auf insgesamt 10 Wahlschienen verteilt wurden. 
Sehr gerne angewählt wurden dabei wie in jedem Jahr die medizinisch orientierten Angebote, die von der langjährigen, von Frau Sangermann koordinierten Kooperation mit der Helios-Klinik in Attendorn profitierten. Eingebunden in die Workshops zu den Themen Orthopädie, Kardiologie, Hygiene, Chirurgie, Verdauungssystem und Röntgen, die von Frau Michels, Frau Schröter, Frau Sangermann und Herrn Gottschlich geplant und geleitet wurden, konnten die Schülergruppen das nahe gelegene Krankenhaus besuchen und wurden in den entsprechenden Abteilungen von Ärzten und anderem Fachpersonal professionell informiert. Erstmalig war auch der Physiotherapeut Herr Ende von der Praxis für Physiotherapie Elithera mit im Boot, und für den „Verdau-dich-schlau“-Workshop konnten sowohl die Heilpraktikerin Frau Laufenberg als auch die Medizinstudentin Judith Laufenberg gewonnen werden, die sowohl fachinhaltlich als auch über ihren Beruf bzw. das Medizinstudium informierten und gerne die Fragen der Schülerinnen Schüler beantworteten. 
Auch biologisch interessierte Schülerinnen und Schüler konnten passende Workshops finden. „Das große Krabbeln“ gab die Möglichkeit, bei Frau Schulte Insekten und Tausendfüßer einmal hautnah zu erleben und Wissenswertes und Interessantes dazu zu erfahren. Die Biologin Frau Heuel war dabei, sie stellte Auszüge aus ihrer Bachelor-Arbeit und Erarbeitungen zu ihrer Master-Arbeit vor, sie beschäftigt sich mit Wildbienen und hier insbesondere damit, wie die Wildbienen-Arten ihre Wirtspflanzen finden. Hierzu „sammelt“ Frau Heuel Düfte von verschiedenen Pflanzen, untersucht diese und führt Versuche durch um herauszufinden, welche Komponenten der Düfte die Bienen anlocken. Sie stand auch für Fragen zum Studium zur Verfügung, ob es ums Lernen ging, um den Wohnungsmarkt und die Kosten für das Leben als Studentin.
Der Biologe Herr Rath, der an der Universität Marburg an seiner Promotion arbeitet, führte gemeinsam mit seinem Bruder Herr Rath einen Mikroskopie-Workshop durch, bei dem auch digitale Tools zum Einsatz kamen. Hier konnten die Erkenntnisse zum Zellaufbau und Zellspezialisierungen aus dem Biologieunterricht vertieft und verknüpft werden. Außerdem gab es Informationen zum Biologie-Studium und zur Arbeit eines Biologen. 
Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt wurde im digital-technischen Bereich gesetzt. Neben Herrn Rath, der mit seinem Motoren-Workshop die Technikbegeisterten ansprach und mit ihnen zusammen zwei Mofamotoren zerlegte und wieder zusammenbaute und dabei natürlich mit technischen Details und Erläuterungen zum Berufsbild Ingenieur nicht sparte, begleitete Frau Brouwer eine Gruppe zur Firma Mubea, wo Frau Dröge nach der Vorstellung einiger innovativer Produkte und einer Firmenpräsentation über ihre Rolle als Mathematikerin bei der Entwicklung von Federn für den Fahrzeugbau referierte. Es schloss sich unter der Leitung des Ausbildungsleiters eine Betriebsbesichtigung an, bei der auch die Ausbildungsberufe bei der Firma Mubea vorgestellt und Fragen beantwortet wurden. Frau Prof. Dr. Klocke und Frau Bellingradt-Hannig kamen sogar aus Aachen angereist, die die Unterschiede zwischen FH und Universität klärten und mit ihrem Turmbauprojekt wieder einmal ganz praktisch erfahrbar machten, wie man als Team an einem Arbeitsauftrag gemeinsam arbeiten muss, damit das Ergebnis überzeugen kann. 
Erstmalig durfte eine Gruppe unter der Leitung von Herrn Rocksloh eine ganztägige Exkursion zur Universität Siegen zu Prof. Dreher im Labor für Kfz-Technik unternehmen. Dort warb Herr Prof. Dreher eindringlich für den Beruf des Berufsschullehrers, für deren Ausbildung er zuständig ist. Dann stellte er umfassend seinen Forschungsschwerpunkt „Industrie 4.0 – wie wird die Digitalisierung unseren Berufsalltag beeinflussen?“ vor. In diesem Zusammenhang wurde ein Experiment durchgeführt: Nachdem die Schüler an einem Auto einen Radwechsel vorgenommen hatten, sollten sie in Gruppen dazu eine Anleitung entwickeln und gemeinsam überlegen, ob auch jemand, der sich noch nie damit beschäftigt hat, nur durch Befolgen der Anleitung zum Radwechsel in der Lage wäre. Hier wurde klar: auch in Zukunft werden Fachkräfte benötigt, die zumindest Grundkenntnisse aufweisen. Die Digitalisierung wird unseren Arbeitsmarkt stark verändern, ohne Kompetenzen im digitalen Bereich werden die meisten Berufe nicht auskommen können. 
Ebenfalls eine Premiere war die Beteiligung des Ruhrverbands. Frau Schulz begleitete die Schülergruppe nach Heggen an die Kläranlage Biggetal, wo sie herzlich empfangen wurden. Sehr interessant war der Vortrag über die Aufgaben des Ruhrverbands sowie die Personalstrukturen und Arbeitsbedingungen, hier wurden auch Berufsbilder vorgestellt und für eine Ausbildung oder ein Praktikum beim Ruhrverband geworben, denn auch bei diesem großen Arbeitgeber werden Personen mit technisch-naturwissenschaftlicher Grundbildung gesucht. Es schloss sich ein Rundgang über das Gelände der Kläranlage an, bei dem die Gruppe erfuhr, was mit dem Wasser passiert, das wir alle täglich benutzen und dabei verunreinigen. 
Die Lego-Roboter waren wieder eine Attraktion. Herr Weidemann erklärte in seinem Workshop, wie man die Roboter digital steuert, und dann wurden Roboter entworfen und so programmiert, dass sie kleine Aufgaben lösen konnten. 
Noch eine Premiere war die Einbindung von Q2-Schülerinnen und -Schülern. Hannah Selter und Noah Klein boten einen Workshop zur Erstellung von Stop-Motion-Filmen an, während man bei Jonas Schulte, Michael Rohrmann, Justin Heinzlmeier und Niclas Corte lernen konnte, wie man ein kleines Spiel programmiert. 
Abgerundet wurde das Workshop-Angebot durch Mathematische Papierbasteleien (Frau Arens), bei Frau Kaubrügge wurden Cremes und Seifen hergestellt, Herr Rocksloh lud zum Experimentieren ein und Frau Scharfenbaum bot ein Klausurtraining Mathe an. Welche Zusammenhänge zwischen Mathe und Sport bestehen, wurde bei Herrn Brouwer klar. In der Sporthalle wurden Freiwürfe praktiziert, wobei die Versuche mit einer Kamera fotografiert wurden. Dabei wurde durch entsprechend kurze Verschlusszeiten bei gleichzeitiger Mehrfachbelichtung des Bildes der Ball in jeweils 4 verschiedenen Positionen seiner Flugbahn festgehalten. Ziel war es, zu überprüfen, ob die Flugbahn durch eine Parabel modelliert werden kann, die mittels entsprechender mathematischer Berechnungen weiter hinsichtlich ihrer Eigenschaften (etwa Abwurfwinkel, maximale Höhe, …) ausgewertet werden kann. Diese Untersuchungen wurden dann computergestützt mit dem Programm GeoGebra durchgeführt.

Sandra Schulte

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