Auge in Auge mit der 2.000-Tonnen-Presse

Die Klasse 8a

In einem Auto gefahren ist jeder schon mal, aber welche Prozesse bei der Herstellung der Einzelteile, aus denen ein PKW besteht, nötig sind, darüber machen sich wohl die Wenigsten Gedanken! Im Rahmen des Chemieunterrichts der Klasse 8 wird auch das Thema „Metalle – vielfältig und unverzichtbar“ behandelt, und was liegt da in Attendorn näher, als einmal einen metallverarbeitenden Betrieb zu besuchen? Die Firma Kirchhoff Automotive GmbH hatte die beiden Klassen 8a und 8d zu einem Betriebsrundgang eingeladen. So machten sich die Klassen mit ihrer Lehrerin Frau Schulte auf den Weg zur Firma. In einem kurzen Einführungsvortrag durch zwei angehende Industriekaufleute wurde ein guter Überblick über das Unternehmen gegeben. Auch Ausbildungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt und Fragen beantwortet. Was eine Industriekauffrau oder ein Industriekaufmann so alles macht und was ein Betrieb wie Kirchhoff von seinen Mitarbeitern erwartet – die meisten 8.-Klässler hatten noch nicht über solche Dinge nachgedacht, und dass Kirchhoff ein so großes Unternehmen ist und ein großer Arbeitgeber ist, war auch längst nicht allen klar.  „Wir stellen alles am Auto her, was man NICHT sieht“ – die Bedeutung dieses Satzes aus dem Vortrag klärte sich dann im anschließenden Betriebsrundgang, natürlich ausgerüstet mit Warnweste und Schutzbrille.

Die Klasse 8d

Dabei übernahmen Auszubildende, manchmal selbst nicht viel älter als die Schülerinnen und Schüler, die Führung der Gruppen. Die riesigen Roboter, die mehrschrittige Arbeitsprozesse selbständig durchführen, wurden bestaunt, den vielen Gabelstaplern aus dem Weg gegangen, der „Zerstörerraum” bewundert und das Gewicht von Coils geschätzt. Besonders beeindruckend war die gewaltige 2.000-Tonnen-Presse – „Stellt euch vor, der Druck, den die Presse ausübt, entspricht dem Gewicht von 2.000 mittelgroßen PKW, die übereinander gestapelt sind“, so der Auszubildende. Ungewohnt laut war es, und es gab wirklich viel Neues zu sehen und zu hören bei diesem Ausflug in die Arbeitswelt. Vielleicht nimmt ja der eine oder andere die Gelegenheit wahr und kommt zum Girls Day, Betriebspraktikum oder sogar zur Berufsausbildung wieder zu Kirchhoff Automotive.

Sandra Schulte

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