Chemie-AG „Spaß mit Chemie“

Logo Chemie-AG_verkleinertEigenständiges Experimentieren steht im Fokus der Chemie-AG, die für die Jahrgangsstufen 7 bis 9 angeboten wird.

 

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Mit viel Spaß viel lernen. Das ist das Motto der Chemie-AG am St.-Ursula-Gymnasium. So macht Chemie mit tollen Experimenten sehr viel Freude. In den so genannten Egg-Races begeben sich die Teilnehmer eigenständig auf die Suche nach Lösungswegen zur Beantwortung chemischer Problem- und Fragestellungen. Versuche werden so zu Wettbewerben, indem die Schülerinnen und Schüler vor die Aufgabe gestellt werden, wer aus Alltagsgegenständen die Rakete baut, die am Höchsten fliegt, wer mit einfachen Mitteln Schokolade in ihre Einzelteile zerlegen kann oder wer für die Dekoration des hauseigenen Weihnachtsbaums Reagenzgläser am schönsten versilbern kann.

Daher sind in der AG nicht nur Wissen, sondern auch eigene Ideen und Kreativität gefragt. So kann man eine Menge über das Fach Chemie lernen.

Filzstift−Chromatographie am Tag der Offenen Tür

Filzstift−Chromatographie am Tag der Offenen Tür

Neben all diesen Themen beschäftigt sich die AG jedes Jahr mit der Vorbereitung und Durchführung des Tages der Offenen Tür im Fachbereich, indem sie schöne und faszinierende Versuche zum Thema „Chemie bekennt Farbe“ vorstellt. Die Besucher werden eingeladen, diese selbst durchzuführen. So werden Flammen in den unterschiedlichsten Farben gefärbt, mit einfachen Mitteln Lava-Lampen gebastelt, Rotkohl als Indikator für saure und basische Stoffe vorgestellt oder Filzstifte chromatographisch in ihre Einzelteile zerlegt.

Farbveränderungen beim Rotkohlsaft

Farbveränderungen beim Rotkohlsaft

 

 

 

 

 

 

 

 

Die erste Chemie AG

 

2014-02-04 14-52-19_verkleinertZum ersten Mal fand an unserer Schule eine Chemie-Arbeitsgemeinschaft für die Jahrgangsstufen 7 bis 9 statt. Wir trafen uns alle zwei Wochen dienstags in der 7. und 8. Stunde unter der Leitung von Frau Stegmaier zum Experimentieren. Im Vergleich zum normalen Chemieunterricht lernten wir vor allem den Umgang mit gefährlicheren Chemikalien und anspruchsvolleren Versuchsaufbauten kennen und erhielten so viele zusätzliche Informationen und neues Wissen.

Doch wir lernten nicht nur für uns selbst. So hatten wir am „Tag der offenen Tür“ Gelegenheit, unser Können zu demonstrieren. Ein Highlight war „Das Vergolden einer Münze“. Hierbei wurde aus einer in Ethanol gewaschenen 5-Cent-Münze, die zuerst in mit Zinkpulver vermischter Natronlauge getaucht und anschließend in der Brennerflamme stark erhitzt wurde, eine scheinbar goldene Münze hergestellt. Ein weiteres gelungenes Experiment war die „Herstellung von Wunderkerzen“. Aus Stärke, Bariumnitrat, feinem Eisen- und Aluminiumpulver wurde mit wenig Wasser eine kompakte Masse hergestellt, die wir in mühevoller Kleinarbeit auf Pfeifenreiniger auftrugen. Die Wunderkerzen mussten dann eine Woche lang trocknen, bevor man sie anzünden durfte.

Danach hatten wir den Ehrgeiz, am Auswahlwettbewerb der 11. Internationalen JuniorScienceOlympiade teilzunehmen. Die erste Runde bestand darin, drei Aufgaben zum Thema „Bunt, bunt, bunt sind alle meine Kleider . . .“zu bearbeiten. Dabei ging es darum zu erforschen, warum Baumwolle eher für Sommer- und Wolle eher für Winterkleidung geeignet ist und was hinter Alltagserfahrungen steht, dass z.B. Wollpullover oder farbige Wäsche nicht zu heiß gewaschen werden dürfen und dass man helle und bunte Kleidung beim Waschen trennen sollte. Da die Aufgaben ziemlich komplex waren, war es zunächst gar nicht so einfach, den Ablauf der Versuche richtig zu planen, um möglichst genaue Ergebnisse zu bekommen. Es gelang leider nicht allen, zu den „landesweit besten Chemikern“ zu gehören, also die 2. Runde zu erreichen. Trotzdem haben auch diese Versuche uns wichtige neue Erkenntnisse gebracht.

So gingen auch die beiden Höhepunkte des Jahres vorbei und wir nutzten die restliche Zeit bis zu den Sommerferien mit weiteren interessanten Experimenten. Wir stellten aus einfachen Materialien Speiseeis her und züchteten aus verschiedenen Salzen wie z.B. Kupfersulfat Kristalle. Dies kostete zwar sehr viel Zeit und jede Menge Geduld, aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen! Die Kristalle waren sehr gut gelungen und einer sah schöner aus als der andere!

Am Ende waren sich alle Teilnehmer der ersten Chemie-AG einig, dass es eine gute Idee war, die Arbeitsgemeinschaft zu gründen und freuten sich schon auf die Chemie-AG im nächsten Schuljahr.

Nico Erwes, Klasse 8a

Eindrücke aus unserer AG: