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Wochenkalender
14.05.2012
Abschluss Erstkorrektur Abiturarbeiten
17.05.2012
unterrichtsfrei (Christi Himmelfahrt)
18.05.2012
unterrichtsfrei (beweglicher Ferientag)
Bundeswettbewerb 2009
„Varus, Varus, gib mir meine Legionen zurück!“, soll der römische Kaiser Augustus klagend ausgerufen haben, als er von der verheerenden Niederlage seines Feldherrn Varus in Germanien erfuhr. Im September des Jahres 9 n. Chr. wurden drei Legionen im verregneten Teutoburger Wald von germanischen Stämmen unter der Führung des Cheruskerfürsten Arminius überrascht und geschlagen. Aber das Rad der Geschichte lässt sich bekanntlich leider nicht zurückdrehen.
Oder vielleicht doch? Acht Schülerinnen und Schüler der Klassen 10b und 10c des St.-Ursula-Gymnasiums nahmen 2000 Jahre Varusschlacht, die mit zahlreichen Sonderausstellungen und anderen Veranstaltungen gewürdigt werden, zum Anlass für eine ganz eigene Art der Auseinandersetzung mit dem historischen Geschehen. Als Beitrag zum Gruppenwettbewerb Latein im Rahmen des Bundeswettbewerbs „Fremdsprachen“ entwickelten sie unter Betreuung von Oberstudienrätin Doris Kennemann ein Brettspiel, bei dem die Schlacht zwischen den Römern und den Germanen nachgestellt wird. Allerdings sind dabei deutlich weniger Personen als damals, nämlich maximal 6 Mitspieler, beteiligt.
Ziel des Spiels mit dem Namen „Anno nono“ ist es, das Lager des Gegners zu erreichen, bevor er das eigene überfallen kann. Bei der Gestaltung des Spielfeldes orientierten die Schülerinnen und Schüler sich an antiken Quellen, nach denen die Römer in einen Engpass zwischen dichtem Wald und sumpfigem Gelände gelockt wurden. Daher können die ebenfalls selbst gestalteten Spielfiguren auf drei Wegen zwischen den Lagern bewegt werden: einer führt durch einen Wald, einer durch einen Sumpf und einer durch die „goldene Mitte“. Da für das Gelingen eines Kampfes große Körperkraft und technische Überlegenheit zumeist eine notwendige Voraussetzung sind, müssen die Spieler unterwegs zusätzlich sogenannte „Energieplättchen“ sammeln. Diese sind verdeckt auf dem ganzen Spielfeld verteilt. Die Reihenfolge des Einsammelns ist jedoch nicht beliebig, sondern wird bei Spielbeginn durch eine Karte, die die Spieler ziehen müssen, individuell festgelegt. Erst wenn alle vorgeschriebenen „Energieplättchen“ gesammelt wurden, darf man das Lager des Gegners angreifen.
Wie bei einem realen Kampf geht natürlich auch bei diesem Spiel nicht immer alles reibungslos vonstatten. Auf einem der vorhandenen Ereignisfelder kann es passieren, dass ein Spieler aus Furcht vor dem Feind ohnmächtig wird und eine Runde aussetzen muss. Oder aber auch, dass er seinen Feldherrn aus großer Gefahr rettet und daher drei Felder vorrücken darf. Die Teilnehmer haben sich viele originelle Situationen dieser Art einfallen lassen, um das Spiel spannender zu gestalten.
Nicht zuletzt ist auch historisches Fachwissen erforderlich, um den Sieg in diesem Kampf davon zu tragen. Auf Fragefeldern müssen die Spieler Fragen rund um die Varusschlacht und damit im Zusammenhang stehenden Dingen beantworten können. Nach gründlicher Recherche haben sich die Teilnehmer zahlreiche Fragen mit jeweils drei Antwortmöglichkeiten ausgedacht. Damit jeder eine Chance hat, die Fragen richtig zu beantworten, werden die wesentlichen Informationen zusammen mit der Spielanleitung in einer multimedialen PowerPoint-Präsention mitgeliefert. Außerdem wurde noch ein Werbetrailer für das Spiel „Anno nono“ erstellt.
Das gelungene „Gesamtpaket“ aus Spiel, Spannung, Spaß und Fachwissen, kombiniert mit einer äußerst ansprechenden künstlerischen und technischen Gestaltung des Beitrags hat die fachkundige Jury überzeugt. Nach sehr erfolgreichen Platzierungen in den vergangenen fünf Jahren gelang es erstmals der in diesem Jahr teilnehmenden Gruppe des St.-Ursula-Gymnasiums, den ersten Preis auf Landesebene zu erreichen, welcher vom Deutschen Altphilologenverband vergeben wurde. Bei der feierlichen Preisverleihung am 4. Juni in Köln konnten folgende stolze Gewinnerinnen und Gewinner eine Urkunde und einen Geldpreis in Empfang nehmen: Lea Brohsonn, Philipp Doldi, Maristella Herder, Besilda Mamaj, Kevin Reichling, Rebekka Schröder, Franziska Tilke und Annika Wallau.

Bundeswettbewerb 2008
HEM! – So lautet der Titel einer neuen Jugendzeitschrift, deren Redaktionsteam sich aus zehn Schülerinnen der Klasse 10c des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn zusammensetzt. Jedoch wird es wohl aufgrund mangelnder Leserzahlen nur bei einer einmaligen Ausgabe bleiben – denn die Zeitschrift erschien bereits im Jahr 43 v.Chr. in Rom und natürlich auf Latein!
Doch auch wenn das Erscheinungsdatum mehr als 2000 Jahr zurückliegt, gehört die Zeitschrift noch lange nicht zum Altpapier. Bezüglich der Vielfalt und Aktualität kann sie es locker mit jeder heutigen Jugendzeitschrift aufnehmen. Klatsch und Tratsch aus der Welt der damaligen VIPs, ein Psychotest zum Thema „Welchem Gott bis Du ähnlich?“, ein Starschnitt und Beautytipps mit Naturprodukten gehören genauso zum Inhalt wie ein Kreuzworträtsel, ein Comic zur Gründungssage Roms und natürlich das Horoskop. Sogar ein antiker „Dr. Sommer“ gibt verzweifelten Jugendlichen Ratschläge in allen Belangen des (Liebes)lebens.
Dieses einmalige Projekt haben die Schülerinnen, die alle erst im zweiten Jahr Latein lernen, unter Betreuung von Studienrätin Doris Kennemann im Rahmen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in vielen Stunden erstellt. Dazu wurde zunächst sorgfältig recherchiert, so dass die Beiträge weitestgehend auch historisch fundiert sind. Werbeanzeigen wurden verfasst, Illustrationen gesucht oder, wie im Fall des Comics, auch selber erstellt. Dann begann die mühsame Arbeit des Übersetzens, wobei sich herausstellte, dass es gar nicht so einfach ist, die heutige Jugendsprache ins Lateinische zu übertragen.
Schließlich musste gemäß den Wettbewerbsbedingungen auch noch ein mündlicher Beitrag erstellt werden. Die Schülerinnen entschieden sich dafür, ihre Zeitschrift HEM! mittels des Radios den jungen Lesern vorzustellen. So entstand eine lateinische Sendung, in der sowohl die Herausgeberin als auch einige Redakteure interviewt werden. Zuhörer können beim Sender anrufen und sich live von „Dr. Sommer“ beraten lassen, Passanten auf dem Forum werden zu ihren ersten Eindrücken befragt und vieles mehr. Natürlich dürfen auch die aktuellsten Nachrichten aus Rom und der Wetterbericht nicht fehlen. Und wie auch heute sehr häufig, muss die 15 minütige Sendung leider einmal wegen der Staumeldungen von der Via Appia und durch den Werbeblock unterbrochen werden.
Übrigens ist HEM! eine Abkürzung für die Eigenschaften, die den Erfolg der Zeitschrift ausmachen, zu deutsch in etwa: „aktuell. außergewöhnlich. ansehnlich.“
Die Idee, ein Medium der heutigen Jugend einfach mal 2000 Jahre zurückzuversetzen, konnte die fachkundige Jury überzeugen und brachte der Gruppe einen zweiten Preis auf Landesebene ein. Damit gelang es bereits zum fünften Mal in Folge einem Team des St.-Ursula-Gymnasiums, sich sehr erfolgreich beim Gruppenwettbewerb Latein zu platzieren. Bei der feierlichen Preisverleihung am 3. Juni in Soest wurden folgenden Schülerinnen eine Urkunde sowie ein Geldpreis überreicht: Lisa Arens, Dagmar Erwes, Joëlle Funke, Laura Gellisch, Carolin Hermes, Svenja Janorschke, Lisa Jardin, Linda Nowak, Lena Sangermann, Neele Witte.
Bundeswettbewerb 2007
Sightseeing mit Fürstin Atta
„Foris non maneat peregrinus, ostium meum pateat viatori.“
(Der Fremde möge nicht draußen bleiben, meine Tür möge dem Reisenden offen stehen.)
So lautet eine Inschrift an der Burg Schnellenberg, und sie könnte auch das Motto sein, unter das acht Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 ihren Beitrag zum diesjährigen Gruppenwettbewerb Latein im Rahmen des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen gestellt haben. Sie haben sich den Zusammenhang zwischen Latein- und Geschichtsunterricht zunutze gemacht, ihm ein frisches Outfit verpasst – und damit sehr erfolgreich abgeschnitten.
Die Gruppe beschäftigte sich mit der Geschichte ihrer Heimatstadt Attendorn mit dem Ziel, einen Stadtführer zu erstellen. Aber nicht etwa ein gewöhnlicher Handzettel sollte es sein, sondern eine CD, die vielfältige Informationen in verschiedenen Gestaltungsarten enthält. Der Clou: Per Mausklick können am Computer zehn der sehenswertesten Punkte Attendorns besichtigt werden. Darunter befinden sich natürlich der „Sauerländer Dom“, die Burg Schnellenberg, die Burgruine Waldenburg, das Kreisheimatmuseum und der Bieketurm. Aber natürlich dürfen auch die Atta-Höhle und die eigene Schule, das ehemalige Ursulinenkloster, nicht fehlen, die ja beide in diesem Jahr ein 100jähriges Jubiläum feiern. Zu diesen Orten gelangt der Betrachter nicht über einen normalen sondern einen lateinischen Stadtplan.
Eine weitere Besonderheit ist die prominente Begleitung beim Stadtbummel: Gemeinsam mit der Fürstin Atta, der sagenhaften Gründerin der Stadt, sowie ihrem Retter in großer Not, einem einfachen Köhler, begibt sich der Betrachter auf einen Rundgang durch die alte Hansestadt. Für diejenigen, die mit der Geschichte Attendorns nicht vertraut sind, hat die Arbeitsgruppe die Sage von der Gründung der Stadt gleich in Wort und Bild mitgeliefert. In Gesprächen, die selbstverständlich auf Latein geführt werden, geben „Bürger“ der Stadt der Fürstin und ihrem Begleiter die wichtigsten Informationen zu den Gebäuden und ihrer Geschichte. Dazu wurde natürlich bei der Vorbereitung viel recherchiert, Dialoge wurden verfasst und übersetzt. Schließlich aber kann Atta sich ein gutes Bild davon machen, was im Laufe der Jahrhunderte aus ihrer Stadt geworden ist.
Auch sonst zeigten die Schüler bei der Erstellung der CD-ROM Liebe zum Detail. Die Fürstin und der Köhler tragen historische Gewänder, die von der Kostümschneiderei „Samt & Seide“ aus Attendorn angefertigt wurden. Die für die akustische Untermalung des Stadtbummels ausgewählte Musik stammt aus der mittelalterlichen Gründungszeit. Und auch ein Verweis darauf, wo sich heute der Name „Atta“ im Stadtbild noch wieder findet, fehlt nicht.
Mit der gelungenen Kombination von Regionalgeschichte, der alten Sprache Latein und einer phantasievollen Idee konnte nun auch diese Schülergruppe die Erfolge des St. - Ursula - Gymnasiums beim Gruppenwettbewerb Latein aus den vergangenen Jahren fortsetzen. Die fachkundige Bundesjury zeichnete den Wettbewerbsbeitrag mit einem zweiten Platz auf Landesebene aus. Bei der Preisverleihung in Voerde am 31. Mai nahmen die Schülerinnen und Schüler ihre Urkunde und einen Geldpreis in Empfang.
Platzierungen in den Vorjahren
Erfolge beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen
2004
Unter dem Motto „ROMA – requirimus optimum maximumque artificem“ suchte eine Schülergruppe der Klasse 9 a in einer Casting-Show den Superstar und schaffte es damit auf den 3. Platz im Landeswettbewerb.
2005
Ein selbst erdachtes und hergestelltes strategisches Kartenspiel mit dem Namen „Bellum Germanicum“ sicherte der Klasse 8 a den 2. Platz im Landeswettbewerb.
2006
„Praeterita praesentia fiunt – Vergangenheit wird Gegenwart“: In einem Traum versetzte sich eine Schülergruppe aus den Klassen 10 in das alte Rom und mitten in einen Gerichtsprozess gegen den Verschwörer Catilina zurück. Der Beitrag wurde mit dem 3. Platz im Landeswettbewerb ausgezeichnet.





