Die Erprobungsstufe (Kl. 5 und 6)

Wir möchten den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium möglichst nahtlos gestalten und die ehemaligen Grundschülerinnen und –schüler an die gymnasialen Lehr- und Lernmethoden sowie entsprechende Unterrichtsinhalte heranführen, indem wir ihre methodisch-analytische, sozial-kommunikative sowie affektive Kompetenz schulen. Dieser Zielsetzung trägt ein schuleigenes Konzept der Erprobungsstufe Rechnung. Es beinhaltet folgende Aspekte:

Kennenlernnachmittag

Alle angemeldeten Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern lernen die zukünftigen Klassenleitungen, Mitschüler und Klassenpaten kennen und haben die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen und das Schulgebäude zu erkunden.

Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Um eine kontinuierliche, intensive und aussagekräftige Beratung der Eltern über die Laufbahn ihres Kindes (bzw. einen notwendig werdenden Schulwechsel) zu ermöglichen, stehen wir durch regelmäßige gegenseitige Hospitationen in dauerhaftem Kontakt mit den Grundschulen:

·    Besuch der künftigen Klassenleitungen gegen Ende des vierten Schuljahrs an der abgebenden Grundschule sowie Gegenbesuch der ehemaligen Klassenleitungen im ersten Halbjahr der Klasse 5

·   Teilnahme der Grundschullehrer an Erprobungsstufenkonferenzen, in denen über die pädagogische Entwicklung der Schülerinnen und Schüler beraten wird

Zusammensetzung der Klassen

Bei der Zusammensetzung der Eingangsklassen beachten wir nach Möglichkeit die Ortszugehörigkeit der Schülerinnen und Schüler und die daher eventuell bereits bestehenden Freund- und Bekanntschaften.

Orientierungsstunden

Um die Schülerinnen und Schüler beim Übergang in den Sekundarbereich zu unterstützen, werden zur sozialen und methodisch-organisatorischen Orientierung zwei Stunden pro Woche von der Klassenleitung durchgeführt.  

Zweite Fremdsprache ab Klasse 6

Zur gymnasialen Bildung gehört das Erlernen einer zweiten Fremdsprache. Diese wird ab der Klasse 6 unterrichtet. Am St.-Ursula-Gymnasium besteht die Möglichkeit, Latein oder Französisch zu wählen. Beide Sprachen können in der Oberstufe fortgeführt werden.
Eine Informationsveranstaltung und ggf. individuelle Beratung gegen Ende der Klasse 5 helfen den Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern bei der Entscheidung.

Ergänzungen zum Unterricht

Wir ergänzen den Unterrichtsalltag durch

- die gezielte Förderung von Jungen bzw. Mädchen im Wahlpflichtfach „Kreatives Lernen“
- die gezielte Förderung mathematisch-naturwissenschaftlicher Kompetenzen („Die lange Nacht der Mathematik“, Exkursion in den Zoo Köln)
- die gezielte Förderung sprachlicher Kompetenzen (Trainingsmodule mit Tipps und Techniken zum Wortschatztraining)
- die Vertiefung des Methodenlernens in der Pädagogischen Woche
- einen 9-tägigen Schullandheimaufenthalt in Bosau
- die vertiefte Förderung sportlicher und musischer Elemente

Schulentwicklung in der Erprobungsstufe

Hausaufgabenkonzept

Die Schülerinnen und Schüler werden durch die Verkürzung der Schulzeit und den sich daraus ergebenden Nachmittagsunterricht recht stark belastet. Daher  erproben wir im 2. Halbjahr  des Schuljahres 2010/2011 ein Hausaufgabenkonzept. Es wird in Stufe 6 durchgeführt.
Durch eine Minimierung der klassischen Hausaufgabe, eine Umverteilung der häuslichen Arbeit (z.B. durch einen Wochenplan) sowie die verstärkten Berücksichtigung von Übungsphasen im Unterricht (Doppelstundenkonzept) beabsichtigen wir nicht nur, die Schülerinnen und Schüler zu entlasten. Unser Ziel ist es auch, ihre Selbstständigkeit zu fördern und sich konstruktiv mit der zu erledigenden häuslichen Arbeit auseinanderzusetzen.
Eine Evaluation wird von den betroffenen Schülerinnen und Schülern, Eltern und Kolleginnen und Kollegen zum Ende des dritten Quartals vorgenommen. Danach wird über die Weiterführung der Probephase des Konzepts entschieden.

Kooperative Lernformen

Wir führen im Schuljahr 2011/2012 für die Erprobungsstufe ein Konzept zu kooperativen Lernformen ein und beginnen damit in der kommenden Jahrgangsstufe 5.
Das Konzept beinhaltet neben der Einführung (Stufe 5) und Vertiefung (Stufe 6) von Methoden- und Sozialkompetenzen  die Förderung der Selbstständigkeit sowie die der Kooperation der Schülerinnen und Schüler.
Die Absprachen für das Konzept und dessen Durchführung erfolgen durch die jeweiligen  Klassenleitungen mit den unterrichtenden Fachlehren.

Erweiterung des Präventionskonzepts

cf. „Für das Leben stärken - Prävention“

Erweiterung des Erprobungsstufenkonzepts

Wir planen die Zusammenarbeit mit den Grundschulen um einen fachspezifischen Aspekt zu erweitern. Ab dem 2. Halbjahr 2010/2011  arbeiten wir an einem Konzept, das den Schülerinnen und Schülern den Übergang im Fach Englisch erleichtern soll.  Nach Möglichkeit soll es zum kommenden Schuljahr umgesetzt werden.