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Pädagogisches Profil Oberstufe
Prinzipien und Ziele der Oberstufe (Jgst. 11 – 13)
Die Jahrgänge 11, 12 und 13 setzen den Bildungs- und Erziehungsgang mit den inhaltlichen und methodischen Akzentuierungen der Sekundarstufe I fort und führen zur Allgemeinen Hochschulreife. Die allgemeinen Zielsetzungen der gymnasialen Bildung lassen sich schlagwortartig benennen:
| Allgemeine Studierfähigkeit verbunden mit möglichst fundierter und breiter Allgemeinbildung |
|---|
| Aufbau von Lernkompetenzen | Aufbau von Sozial- und Personalkompetenzen |
|---|---|
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Aus diesem Anspruch leitet sich die Zuordnung der Fächer der gymnasialen Bildung zu drei Aufgabenfeldern sowie den Fächern Religionslehre und Sport ab.
Das Kursangebot in der Oberstufe des St.-Ursula-Gymnasiums
| Leistungskurse | Grundkurse | |
|---|---|---|
| sprachlich-literarisch-musisches Aufgabenfeld |
Deutsch Englisch Französisch Spanisch |
Deutsch, Englisch, Französisch Lateinisch, Spanisch Musik, Kunst Literatur, Vokalpraktikum |
| gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld |
Geschichte Erdkunde Sozialwissenschaften |
Geschichte Erdkunde Sozialwissenschaften |
| mathematisch-naturwissenschaftliches Aufgabenfeld |
Mathematik Physik Biologie Chemie |
Mathematik Physik Biologie Chemie Informatik |
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katholische Religion, evangelische Religion |
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Sport |
Wir versuchen in unserer inhaltlichen und organisatorischen Gestaltung der Oberstufe die notwendigen berufs- und studienvorbereitenden Kenntnisse, Fertigkeiten und Methoden zu vermitteln, ohne dabei außer Acht zu lassen, dass nach wie vor erzieherische Prozesse, ethische Urteilsbildung und die Begegnung mit Menschen kennzeichnend für schulisches Alltagsleben sind.
Das aktuelle Kursangebot im Schuljahr 2004/2005
In der Jahrgangsstufe 11 unterrichten wir derzeit in 46 Grundkursen 96 Schülerinnen und Schüler in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Lateinisch, Spanisch, Musik, Kunst, Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Erdkunde bilingual, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Biologie bilingual, evangelische Religionslehre, katholische Religionslehre und Sport. In der Jahrgangsstufe 12 (79 Schüler/-innen) konnten wir entsprechend den Anwahlen Leistungskurse in den Fächern Deutsch, Englisch, Erdkunde, Sozialwissenschaften, Mathematik, Physik, Biologie und über die Kooperation mit dem städtischen Rivius-Gymnasium in dem Fach Geschichte einrichten, im Grundkursbereich führen wir 32 Grundkurse in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Lateinisch, Musik, Kunst, Literatur, Vokalpraktikum, Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Biologie bilingual, evangelische Religionslehre, katholische Religionslehre und Sport. In der Jahrgangsstufe 13 erteilen wir 88 Schüler/-n/-innen Unterricht in den Leistungskursen Deutsch, Englisch, Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Mathematik, und Biologie und über die Kooperation mit dem Rivius-Gymnasium im Fach Physik. 35 Grundkurse werden in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Musik, Kunst, Vokalpraktikum, Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Erdkunde bilingual, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, evangelische Religionslehre, katholische Religionslehre und Sport unterrichtet.
Das Beratungskonzept
Entsprechend der Aufgabenbeschreibung für die Beratung in der gymnasialen Oberstufe übernehmen der Oberstufenkoordinator und die Jahrgangsstufenleitung die Informations-, Beratungs- und Dokumentationsaufgaben zur Schullaufbahn der Schüler/-innen. Der Oberstufenkoordinator hat die Aufgabe, alle Informationsveranstaltungen im Hinblick auf das Abitur durchzuführen, die Organisation des Gesamtsystems sicherzustellen und die Beachtung der rechtlichen Bestimmungen zu gewährleisten. Die je zwei Jahrgangsstufenleiter in den Jahrgangsstufen betreuen und beraten einzelne Schülergruppen. Sie haben den Auftrag spezieller Information der Schüler/-innen, sie beraten sie individuell und nehmen die Umsetzungskontrolle wahr. Die Stufenleiter werden mit ihren Fächern verstärkt in ihrer Jahrgangsstufe eingesetzt, um zu ermöglichen, dass sie die zu betreuenden Schüler/-innen auch im Unterricht kennen lernen und so einen für die Beratung förderlichen persönlichen Kontakt entwickeln können. Zur Beratung übernimmt jeder Stufenleiter eine Schülergruppe für die gesamte Zeit der Oberstufe. Beide Stufenleiter unterstützen sich gegenseitig in ihren Aufgaben und stimmen ihre Beratungstätigkeit untereinander und mit dem Oberstufenkoordinator ab. Erstmals führt der Oberstufenkoordinator allgemeine Beratungen im ersten Halbjahr der Klasse 10 für die bilingualen Schüler/-innen durch, da diese sich aufgrund ihres besonderen Profils bereits frühzeitig mit ihrer Laufbahnplanung auseinandersetzen. In besonderer Weise werden auch die Schüler/-innen unserer Realschule bedacht, die etwa zur gleichen Zeit eine eigene Informationsveranstaltung zu den laufbahnrechtlichen Verpflichtungen (durch den Oberstufenkoordinator) und den besonderen Angeboten unserer Schule bezüglich der inhaltlichen Gestaltung der „Kern“-Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik sowie ihrer konzeptionellen Förderung in der Jahrgangsstufe 11 erhalten. Für alle Abgänger von Haupt- und Realschulen bieten wir am Tag der offenen Tür eine spezielle Veranstaltung zur Gymnasialen Oberstufe an. Die offizielle Informationsveranstaltung für Schüler/-innen der zukünftigen Jahrgangsstufe 11 und ihre Eltern findet unmittelbar nach den Osterferien statt. Hier werden allgemeine Informationen bekannt- und die Wahlbögen ausgegeben, die Stufenleitung der neuen Jahrgangsstufe vorgestellt und Termine für Individualberatungen angeboten. Die Informationsveranstaltungen werden jährlich, zum Teil sogar halbjährlich fortgesetzt, die Beratungsgespräche finden in der Regel zumindest in halbjährlichen Abständen statt, wenn keine besonderen Beratungsgespräche gewünscht werden. Besondere Bedeutung haben die Beratungen hinsichtlich der Wahl der Abiturfächer, und hier zuallererst zur Wahl der Leistungskurse. Zum besonderen Beratungskonzept gehört in der Jahrgangsstufe 11 eine zusätzliche „Erprobungskonferenz“ am Ende des ersten Quartals, in der Lernschwierigkeiten thematisiert werden, so dass bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt individuelle Hilfen diskutiert und entsprechende Fördermaßnahmen eingeleitet werden können. Um alle aktuellen pädagogischen und organisatorischen Fragestellungen zur gesamten Oberstufe zu klären, tagt monatlich das Oberstufenteam mit allen Stufenleitern, dem Oberstufenkoordinator und der Schulleitung. Aus ihrer Beratungstätigkeit heraus vertreten in diesem Gremium die Stufenleiter insbesondere im Umfeld der Wahlen die im persönlichen Gespräch entwickelten Laufbahnwünsche ihrer Tutoranden; die vorgetragenen Vorstellungen beeinflussen die Realisierung der Schülerprofile in besonderem Maße. Umgekehrt müssen aber auch die organisatorischen Grenzen unserer Schule transparent gemacht werden, so dass bei Schwierigkeiten in der Realisierung von Wahlwünschen auf einer von gegenseitigem Vertrauen getragenen Grundlage konstruktive gemeinsame Überlegungen für eine alternative Schullaufbahn entwickelt werden können. Neben den Wahlabläufen und der Laufbahnberatung und –begleitung nehmen die Stufenleiter insbesondere auch die Leistungsfähigkeit in den Blick. Orientiert an den Fähigkeiten der Schüler werden bei einer Anhäufung von Defiziten Beratungen zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, aber auch die Auseinandersetzung mit alternativen Bildungswegen angeregt. Übersichten über die Leistungsergebnisse werden jeweils am Ende eines jeden Quartals erstellt und die unmittelbare Auswertung ermöglicht eine rechtzeitige Rücksprache mit den entsprechenden Schüler/-n/-innen. Auch bei Verstößen gegen die Schulordnung und gehäuftem Fehlen sind intensive Gespräche erforderlich, um die Schüler/-innen zum verantwortlichen Umgang mit ihrer Zeit in der Oberstufe zu führen.
Das Oberstufenprofil im zeitlichen Ablauf
Die Jahrgangsstufe 11
In der Jahrgangsstufe 11 haben sich folgende profilbildenden Elemente etabliert:
- Übergangshilfen für Haupt- und Realschulabsolventen Haupt- und Realschulabsolventen haben bei uns die Möglichkeit, die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Wer die dazu erforderliche 2. Fremdsprache noch nicht in der Sekundarstufe I erlernen konnte, holt dies durch drei Jahre Spanischunterricht nach. Der Übergang und die Gewöhnung an die gymnasialen Anforderungen werden erleichtert, indem wir es organisatorisch ermöglichen, in einer homogenen Arbeitsgruppe, die nur aus Haupt- und Realschülern besteht, in den Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik eventuelle inhaltliche oder methodische Defizite auszugleichen und Lern- und Arbeitstechniken zu verbessern. Die Schüler/-innen erhalten dazu verstärkten 5-stündigen Unterricht in diesen Fächern, aufgeteilt in drei Grundkurs- und zwei Angleichungsstunden, die jeweils entsprechend der besonderen Konzeption integriert von demselben Fachlehrer unterrichtet werden. Über diese Verstärkung des Fachunterrichts für Haupt- und Realschülern und deren gezielte Förderung glauben wir den Übergang optimal unterstützen und die Schüler erfolgreich zu einem angestrebten Abschluss führen zu können.
- Sprachenprofil Das Fach Spanisch beginnt als neueinsetzende Sprache in der Jahrgangsstufe 11.1 und ist für Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I keinen Unterricht in einer 2. Fremdsprache erhalten haben (Haupt- und Realschüler), zur Erlangung eines allgemein gültigen Abiturs verpflichtend. Darüber hinaus wird dieses Angebot von vielen grundständigen Schülerinnen und Schülern genutzt, um ihre Mehrsprachigkeit zu entwickeln. Mit den Fremdsprachen Englisch (ab Klasse 5), Lateinisch und Französisch (ab Klasse 7 bzw. 9) und Spanisch (ab Klasse 11) ist somit eine umfangreiche Schwerpunktbildung im sprachlichen Bereich möglich, die insbesondere auch von den Schülern mit bilingualem Bildungsgang Englisch zur Förderung ihrer Sprachkompetenz angenommen wird.
- Latinum Latein wird als fortgeführte Fremdsprache mit dem Abschluss des Latinums am Ende der Jahrgangsstufe 11 oder am Ende der Jahrgangsstufe 12 fortgeführt.
- Künstlerisch-musisches Profil Bereits gute Tradition ist am St.-Ursula-Gymnasium die Förderung des musisch-künstlerischen Fachbereiches. Das Grundkursfach Musik wird auch unabhängig von der Zahl der Anwahlen in der Jahrgangsstufe 11 eingerichtet und neben dem jährlich angebotenen Vokalpraktikum unterrichtet, welches verpflichtend über drei Halbjahre von der Jahrgangsstufe 12.1 bis 13.1 angeboten wird; die letztgenannte schulspezifische Festlegung dient einem gleitendem Übergang in der musikalischen Bildung auf die nachfolgende Jahrgangsstufe und fördert durch die personelle Kontinuität die Qualität des Vokalpraktikums. Die Fundierung des Faches Musik zusammen mit dem Vokalpraktikum eröffnet im fächerübergreifenden Konzept mit den Fächern Kunst (Bühnenausstattung) und Sport (Gymnastik/Tanz) die Möglichkeit zur Durchführung von umfangreichen Musicalprojekten, die in den letzten Jahren erfolgreich realisiert werden konnten.
- Methodentraining in Form von Stufentagen (Lernen des Lernens) Zu Beginn der Jahrgangsstufe 11 bekommen die Schülerinnen und Schüler seminarartig eine intensive Einführung in die Grundlagen von Kommunikation und Konfliktlösungsstrategien. Die neuen methodischen Erfordernisse der Oberstufe machen es auch notwendig, den Umgang mit der Zeit zu überdenken und zu optimieren. Referenten aus der Politischen Akademie Neu-Listernohl übernehmen entsprechende Anleitungen und Übungen.
- Rhetorik-Seminar in der Pädagogischen Woche Ansätze der Methodentage werden in der Woche vor den Herbstferien im Rahmen einer Pädagogischen Woche weitergeführt und auf breiter Grundlage trainiert. Nach theoretischen Anleitungen stehen die praktische Anfertigung eines Referates zu einem selbstgewählten Thema, Formen der geschickten Präsentation der Ergebnisse und der freien rhetorischen Gestaltung des Vortrags im Mittelpunkt.
- Berufspraktikum
Jahrgangsstufe 12
- Leistungskurse Ab der Jahrgangsstufe 12 wird die gesamte Kursorganisation geändert, da laut APOGOSt der Unterricht in zwei 5-stündigen Leistungskursen, die nach Schwerpunktbildung und Neigung ausgewählt werden müssen, und in 3-stündigen Grundkursen erteilt wird. Besondere Förderung erhalten neben den bilingualen Schüler/-n/-innen auch diejenigen, die einen Leistungskurs Englisch angewählt und in der Jahrgangsstufe 11 einen Auslandsaufenthalt im englischsprachigen Raum absolviert haben. Die weitere Sprachförderung erhalten sie im bilingualen Leistungskurs und können außerdem die Möglichkeit zu einem bilingualen Abitur nutzen, falls sie sich entschließen, ein bilinguales Sachfach (Erdkunde oder Biologie) zu belegen.
- Berufsberatung in Schloss Eichholz
- Facharbeit In der Jahrgangsstufe 12 wird laut APOGOSt nach Festlegung durch die Schule eine Klausur durch eine Facharbeit ersetzt. Die Facharbeit verlangt vom Lernenden die ganzheitliche und weitgehend selbstständige Bearbeitung eines Themas: von der Themenfindung, der Strukturierung, der Informationsbeschaffung und –verarbeitung, der gegenstands-, problemangemessenen und wissenschaftlichen Bearbeitung bis hin zur kritischen Reflexion. Der Fachlehrer begleitet die Facharbeit in der Themenfindungs-, Planungs- und Bearbeitungsphase: Er führt Beratungsgespräche und protokolliert den Ablauf; er führt den Schüler zur kritischen Auseinandersetzung und zur Reflexion der Struktur seines Vorgehens, wobei stets der größere Zusammenhang im Blick bleibt. Über die so geartete personale Zusammenarbeit zwischen Schüler und Lehrer können förderliche Impulse auch für die weitere Lernfähigkeit in anderen Fächern erwartet werden.
- Verkehrserziehung Wir
bieten für unsere Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 12
und 13 in Verbindung mit den Sicherheitsbeauftragten der Polizei und
dem Automobilclub Olpe ein Fahrsicherheitstraining für Fahranfänger an,
welches auf dem Gelände des Olper Automobilclubs stattfindet. Das von
Fachleuten entwickelte Trainingsprogramm zeigt in Theorie und Praxis,
wie man Gefahren erkennt, in Gefahrensituationen richtig entscheidet
und Fehler vermeidet. Das Sicherheitstraining will befähigen,
-
a) mögliche Gefahrensituationen so rechtzeitig zu erfassen, dass sie erst gar nicht zur konkreten Gefährdung werden können und
b) Fahrtechniken einzuüben, die es ermöglichen, unvorhersehbare Gefahrensituationen zu entschärfen.
- Hochschulbesuch
Jahrgangsstufe 13
- Studienfahrt Am Ende des ersten Quartals der Jahrgangsstufe 13 findet die themenorientierte, fächerübergreifende Realisierung des Projektes „Studienfahrt“ statt.
- Besinnungstage in Elkeringhausen
- Verkehrserziehung Das
Angebot zum Fahrsicherheitstraining (s.o. in der Jahrgangsstufe 12)
wird auf die Schüler/-innen der Jahrgangsstufe 13 ausgeweitet.
Stufenunabhängiges Beratungsangebot


