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Wochenkalender
30.01.2012 - 10.02.2012
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Betriebs- und Sozialpraktikum der Jgst. 10
31.01.2012
Wintersportfest Jgst. 5 - 7 (1. - 6. Std)
03.02.2012
mündliche Delf-Prüfung
04.02.2012
mündliche Delf-Prüfung
Bilingualer Bildungsgang
Seit vielen Jahren ist der bilinguale deutsch-englische Bildungsgang ein besonderes sprachliches Angebot im fremdsprachlichen Bereich.
Was ist bilingualer Unterricht?
Der Begriff „bilingual“ wird verwendet, um ein Angebot zu kennzeichnen, bei dem - in unserem Fall ab der Klasse 7 - die Fächer Biologie, Erdkunde und Politik in englischer Sprache unterrichtet werden. Da der Unterricht im bilingualen Zug in allen Fächern nach den allgemeinen gymnasialen Richtlinien erteilt wird, ergeben sich auch im Falle eines Schulwechsels keine Schwierigkeiten. Ebenso ist grundsätzlich in Einzelfällen auch ein späterer Wechsel in den Normalzweig möglich. Die Leistungsmessung richtet sich nach den Ansprüchen der Sachfächer. Bilingualer Unterricht bedeutet demnach konkret, dass beispielsweise Erdkunde in Englisch als Arbeitssprache unterrichtet wird, keinesfalls handelt es sich um Englischunterricht mit erdkundlichen Inhalten; damit ist auch klar, dass im Sachfachunterricht keine Klassenarbeiten geschrieben werden.
Vorteile einer bilingualen Schullaufbahn
Fragt man die bilingualen Schülerinnen und Schüler unserer Mittelstufenklassen, so wird klar mit welcher Selbstverständlichkeit sie die Vermittlung von Wissen in Biologie oder Erdkunde in englischer Sprache nach einigen Jahren in einer bilingualen Klasse erleben. Anders als in den Ländern Skandinaviens, liegt ein Problem des Fremdsprachenerwerbs in Deutschland darin, dass sich beispielsweise Englischunterricht auf drei oder vier Stunden in der Woche beschränkt. Der Vorzug eines bilingualen Bildungsganges, in dem eben drei weitere Fächer in englischer Sprache stattfinden, liegt auf der Hand. Zuletzt haben auch die Ergebnisse der Lernstandserhebungen gezeigt, dass bilinguale Schüler hier hervorragend abschneiden. Außerdem beobachtet man im bilingualen Unterricht häufig, dass die Schülerinnen und Schüler methodisch und sprachlich bewusster und damit auch gründlicher lernen. Im Einzelnen ermöglicht eine bilinguale Schulausbildung darüber hinaus:
· eine sichere Beherrschung der englischen Sprache in (mündlichen) Alltagssituationen;
· verbesserte Voraussetzungen für ein Studium und größere berufliche Chancen in einer zunehmend mehrsprachigen Berufswelt;
· eine Vorbereitung auf die Herausforderungen der Globalisierung, die Verständigung in allen Bereichen voraussetzt. Grundlage dieser Verständigung ist häufig Englisch, das sich als Verkehrssprache weltweit durchgesetzt hat und weiter durchsetzen wird.
Die drei Phasen des bilingualen Angebots
Englischunterricht in der Erprobungsstufe (Klasse 5/6)
Der verstärkte Englischunterricht in den Klassen 5 und 6 erfolgt, aufbauend auf die in der Grundschule erworbenen Fähigkeiten, für alle Klassen mit zusätzlichen Stunden gegenüber der gültigen Stundentafel für das Fach Englisch. Hier werden die Grundlagen geschaffen für eine erfolgreiche Mitarbeit im bilingualen Zweig ab der Klasse 7. Erweiterter Englischunterricht in der Erprobungsstufe bedeutet aber auch mehr Zeit und Freiräume für:
Vermittlung, Übung und Festigung der Grundlagen in der Sprache;
spielerische Ansätze der Sprachvermittlung (Lernspiele, Rätsel...);
kreative Vorhaben in Englisch (erste Gedichte, Geschichte, Songs);
Rollenspiele, szenische Darstellung und Theater;
Briefpartnerschaften und E-Mail-Kontakte;
Projektarbeit und fächerverbindendes Lernen;
Lesen und Behandlung von Lektüren;
Experimente und kreativ-ästhetische Vorhaben in der Fremdsprache (Freiräume für den Einsatz von Englisch ohne Angst vor Fehlern).
Sachfachunterricht in der Mittelstufe
Der eigentliche bilinguale Unterricht setzt ab der Klasse 7 mit englischsprachigem Sachfachunterricht ein. Es gilt grundsätzlich die Stundentafel des Normalzweiges, d.h. alle Sachfächer des bilingualen Angebotes (Bio, Ek, Pk) werden wie in den Normalklassen jeweils zweistündig erteilt. Allein in Klasse 7 wird Biologie mit einer zusätzlichen Stunde unterrichtet; dies gewährleistet, dass die Ziele des Fachunterrichts uneingeschränkt erreicht werden können, auch wenn der Unterricht auf Englisch geführt wird. Der Englischunterricht wird ohne Zusatzstunde weitergeführt. Besonderheit der bilingualen Klassen ist eine einwöchige Studienfahrt nach England mit einem Aufenthalt in Gastfamilien in der Klasse 8.
Oberstufe und Abitur
Die Fortsetzung der bilingualen Laufbahn in der Oberstufe führt zum bilingualen Abitur; bilinguales Lernen wird in der Einführungsphase (Jg.10) mit Grundkursen in Englisch, Biologie und Erdkunde fortgesetzt. In der Qualifikationsphase (Jg.11/12) finden Englisch als Leistungskurs und Biologie als Grundkurs statt. Bei Interesse kann auch Erdkunde als bilingualer Kurs weitergeführt werden. Schüler, die sowohl den Leistungskurs Englisch besuchen als auch die Abiturprüfung in einem Grundkursfach mündlich oder schriftlich in englischer Sprache ablegen, erhalten mit dem Abiturzeugnis den zusätzlichen Qualifikationsvermerk eines bilingualen Abiturs.
Selbstverständlich kann ein bisher bilingualer Schüler mit dem Übergang in die Sekundarstufe II aber auch jede andere Oberstufenlaufbahn wählen bzw. die Fachprüfung im Abitur in der Muttersprache ablegen. Die zweisprachige Zusatzqualifikation wird dann aber nicht erworben.
Exzellenzlabel CertiLingua
Seit dem 15. März 2010 sind wir eine sogenannte CertiLingua-Schule. Dies sind Schulen, die neben einer bilingualen Ausbildung besondere Angebote im Bereich fremdsprachlicher und internationaler Kenntnisse anbieten. Deshalb dürfen wir mit dem Abitur unseren bilingualen Schülern unter bestimmten Voraussetzungen ein Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen ausstellen, das eine besondere Qualifikation über das normale Abiturzeugnis hinaus darstellt.
Das Exzellenzlabel CertiLingua bekommen unsere bilingualen Schüler, wenn folgende weitere Voraussetzungen erfüllt sind:
fremdsprachliche Kompetenzen, d.h. Belegung der 1. FS und einer 2. FS bis zum Abitur mit Nachweis der Kompetenz auf dem Niveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens
europäische und internationale Kompetenzen, d.h. Teilnahme am Fachunterricht mit Inhalten zu Europa und Kooperation in einem europäischen bzw. internationalen Projekt nach Wahl
Beratungssystem zur Neubildung der Klassen
Das Beratungssystem Bilingualität führen wir in engem Kontakt mit den Eltern und Schülern im zweiten Halbjahr der Klasse 6 durch. Der interessengeleitete Schüler- bzw. Elternwunsch nach einer Aufnahme in den bilingualen Zweig wollen wir dabei neben den leistungsbezogenen Kriterien (insbesondere Englischnote) angemessen berücksichtigen.
Die am Zweisprachenzug interessierten Schüler müssen konstante Leistungen im Fach Englisch in der Klasse 5 und 6 nachweisen. Die Leistung sollte i.d.R. mindestens „befriedigend“ sein und darf in der Klasse 6 nicht deutlich abfallen.
Die Schüler sollten in den anderen Kernfächern (D, M, F/L) i.d.R. befriedigende Leistungen nachweisen. Im Einzelfall kann eine schwächere Leistung in Mathematik durch deutlich erkennbare sprachliche Begabungen ausgeglichen werden.
Interesse an Sachfächern und eine entsprechende Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft sowie die Fähigkeit zum eigenständigen Arbeiten sind weitere wichtige Überlegungen beim Übergang in die bilinguale Klasse. Am Ende beschließt die Entscheidungskonferenz über die Aufnahme in den bilingualen Zweig.
Wir sind davon überzeugt, dass vor dem Hintergrund der hier formulierten Kriterien und dem erweiterten Englischunterricht der Erprobungsstufe die Mehrzahl der Kinder unserer Schule grundsätzlich geeignet ist, dieses besondere Angebot erfolgreich wahrzunehmen. Die Rückmeldung unserer Mittelstufenschüler in den vielen Jahren seit Einrichtung dieses Zweiges macht deutlich, wie selbstverständlich Sachfachunterricht in Englisch sein kann.



