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St.-Ursula-Schulen seit 25 Jahren in Trägerschaft des Erzbistums
08.01.2012
Lang war die Liste der Ehrengäste, die der Konvent der Ursulinen vor 25 Jahren, am 8. Januar 1987, zu einem Festakt in der Aula der St.-Ursula-Schulen begrüßen durfte. Zahlreiche lokale, regionale und überregionale Vertreter aus Kirche, Schule und Politik drückten allein durch ihre Anwesenheit ihre große Anerkennung für die Ursulinen und die von ihnen 80 Jahre zuvor gegründeten Schulen, St.-Ursula-Realschule und St.-Ursula-Gymnasium, aus. Die bedeutendste Person an diesem Tag war sicher der damalige Erzbischof Dr. Johannes Joachim Degenhardt und der Anlass seines Erscheinens die Übertragung der Schulträgerschaft an das Erzbistum Paderborn. Da sich bereits seit einigen Jahren abzeichnete, dass die Schwestern die Schulen weder personell noch finanziell weiterführen konnten, löste er nun das gegebene Versprechen ein, für den Erhalt der Schulen zu sorgen.
„Dieser Tag erfüllt uns mit Wehmut“, leitete die damalige Schwester Oberin Ursula Jüngst ihre Ansprache ein und drückte damit die Gefühle ihrer Mitschwestern aus, die sich zu dem schweren Schritt entschlossen hatten. Doch zugleich brachte sie auch ihre Dankbarkeit und ihre Hoffnung zum Ausdruck, die sie an den Wechsel der Schulträgerschaft knüpften: „Wir überantworten dem Erzbistum das uns in 80 Jahren zugewachsene Gut, unser Lebenswerk, und vertrauen fest darauf, dass auf die Fürsprache der heiligen Angela Merici und der heiligen Ursula beide Schulen auch weiterhin blühen und gedeihen und einen festen Platz in der Attendorner Schul- und Kulturwelt besitzen werden“.
Beständigkeit
in der Veränderung
Auch wenn
sich im Schulalltag der Wechsel der Trägerschaft
zunächst nicht bemerkbar
machte, ließ sich der Wunsch, die Konzeption der Ordensschule
beizubehalten,
auf Dauer nicht ganz erfüllen. Allein die Verwaltung und
Finanzierung der
inzwischen auf 19 gestiegenen Zahl der Schulen in Trägerschaft
des Erzbistums
machte eine Vereinheitlichung notwendig. Eine deutliche Verbesserung
erfuhr
seitdem jedoch die materielle Ausstattung der Schulen, sichtbar
insbesondere im
kompletten Neubau der Realschule, der gemeinsam genutzten Cafeteria,
der Schülerbibliothek,
des Forums und in der erst im Jahr 2010 modernisierten EDV-Anlage.
Trotz aller
Veränderungen ist es den St.-Ursula-Schulen bis heute
gelungen, den
ursulinischen Geist zu bewahren und das Bewusstsein, in der Tradition
einer
Ordensschule zu stehen, aufrecht zu erhalten. Dafür steht
nicht zuletzt auch
die im Jahr 1998 vom Konvent gegründete
„Schulstiftung St. Ursula“, die u.a.
mit der Errichtung einer Erinnerungssäule auf dem
Schulgelände dazu beigetragen
hat. Wenige Tage vor Weihnachten hat sie anlässlich des
100-jährigen
Gebäudejubiläums im vergangenen Jahr die Stadt
Attendorn außerdem durch die
Illumination des barocken Altbaus in den Abendstunden dauerhaft um
einen
Lichtblick erweitert. Als Zeichen der Verbundenheit und Dankbarkeit
für die
geleistete Arbeit der Ursulinen feierte Pastor Markus Ratajski,
Schulleiter des
Gymnasiums, im Beisein von Realschuldirektor Jürgen Beckmann
am Gedenktag der
Schulübergabe mit den Schwestern einen Gottesdienst. Damit
diese „ihre“ Schulen
täglich vor Augen haben, überreichten die Schulleiter
zur besonderen Freude der
Schwestern eine Luftaufnahme des Schulgeländes und ein Bild
des angestrahlten
Altbaus des ehemaligen Ursulinenklosters.



