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Mathe meets Massage: Die lange Nacht der Mathematik am St.-Ursula-Gymnasium
15.01.2012
Es war exakt Mitternacht, als die
Gewinner der langen Nacht
der Mathematik unter großem Applaus und Jubel der
Mitschüler ihre Urkunden und
Präsente entgegennahmen. Zuvor hatten 85
Fünftklässler des
St.-Ursula-Gymnasiums seit dem frühen Freitagabend mit
rauchenden Köpfen über
kniffligen Mathematik- und Knobelaufgaben gebrütet. In zwei
Runden à 80 Minuten
galt es, in Kleingruppen das logische Denken und Rechenfertigkeiten
unter
Beweis zu stellen, indem z.B. kleine Kriminalfälle
gelöst, Zündhölzer
verschoben und Gewichte auf einer Waage verteilt wurden.
Allerdings beinhaltet der Titel der Aktion nur die halbe
Wahrheit. „Natürlich wird an diesem Abend viel
gerechnet und geknobelt, im
Vordergrund steht aber das gemeinschaftliche Erlebnis“,
erklärt Bastian
Thielmann, Klassenlehrer der 5c. So machten die aufgeregten Sextaner
nicht nur
die etwas ungewöhnliche Erfahrung, die Nacht in den
Klassenräumen zu
verbringen, sondern konnten während der
Aufgabenblöcke zudem an zahlreichen
weiteren Aktivitäten teilnehmen. Einige Eltern hatten
spannende Aktionen für
die Sextaner vorbereitet. So konnte man z.B. Klassenflaggen gestalten,
T-Shirts
bemalen, Freundschaftsbänder knüpfen, die
Serviettentechnik erlernen, sich im
Jonglieren ausprobieren oder seine Geduld beim Lösen von
mechanischen
Geduldsspielen auf die Probe stellen. Es bestand sogar die
Möglichkeit, an
einer Massageeinführung für Anfänger
teilzunehmen – ein Angebot, welches die
Schüler angesichts der zuvor anstrengenden Knobeleien gerne in
Anspruch nahmen.
Somit trugen über 20 Väter und Mütter durch
ihre Unterstützung maßgeblich zum Gelingen
der Mathenacht bei, bevor sich ihre Kinder und die Klassen- und
Mathematiklehrer zum Schlafen in die Klassenräume
zurückzogen. Überraschenderweise
(oder doch eher nicht?) gelang das Schafezählen allerdings
– trotz
„Mathe“-Nacht – nicht allen
Schülerinnen und Schülern auf Anhieb, so dass am
Samstagmorgen umso mehr müde Augen gezählt wurden.
Gerüchten zufolge konnte man
am Samstagmittag beobachten, wie sich die Jalousien in manch einem
Attendorner
Kinderzimmer noch einmal schlossen.



